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Nems-Linux verspricht auf seiner Website (https://nemslinux.com/): „Das Ziel von NEMS Linux ist es, eine kostenlose, aktuellen Version des Nagios Enterprise Monitoring Server für Raspberry Pi mit vollem Funktionsumfang bereitzustellen. Es hat jede Menge Features und wird gleichzeitig für solide Stabilität und schnelle Leistung optimiert“ – verlockend! Da will man doch gleich zuschlagen. Leider klappt es unter Umständen mit der Intallation nicht gleich, wenn man nach den Anweisungen der Website verfährt.

Ein Einführungs-Video beschreibt, wie man mit dem Raspberry Image-Writer das Nems-Image auf eine Speicherkarte schreibt. Allerdings mit einer älteren Version dieses Programms (v1.7.3) . Ich selber habe die z. Zt. aktuelle Version v1.8.5 auf meinem Rechner. Diese Version ist um einiges komfortabler als im Video gezeigt. Auf Version v1.7.3 wählt man das zu kopierende System, dann das Ziel, wobei man alle möglichen Speicher-Ziele angezeigt bekommt (der Sprecher gibt noch Tipps, wie man vermeidet, versehentlich den falschen Speicher zu überschreiben).

In v1.8.5 sind diese Fehler ausgeschlossen. Man wählt erst die Version des Pi, dann das Linux über „Use custom“ wie in dem Video beschrieben und dann das Speicherziel, wobei anders als bei der Version in dem Video, ausschließlich SD-Karten angezeigt werden (bei mir nur die eine, die über einen Cardreader mit dem PC verbunden ist). Man wählt hier also die ZIP-Datei, welche das Nems-Image enthält aus. In dem Video gibt es nun nur noch die Option „write“, in der neuen geht es aber weiter mit folgendem Dialog:

Bild 8 kann nicht angezeigt werden

Unter „Einstellungen bearbeiten“ kann man den Usernamen und das Passwort festlegen, sowie weitere Einstellungen wie z.B. solche zum zum WLAN. Oder eben diese Einstellungen, die man vielleicht zuletzt für ein anderes Image benutzt hatte, löschen.

Wenn man hier nicht löscht und nun (wie ich) irrtümlich „ja“ klickt, weil man „nein“ mit Abbruch assoziiert, stößt man beim späteren Start von Nems-Linux auf das Problem, dass die voreingestellten und die auf der Nems-Website genannten Login-Daten (user: nemsadmin und password: nemsadmin) nicht funktionieren (access denied).

Leider wird nirgends auf dieses mögliche Problem hingewiesen. Die Lösung ist aber gar nicht so schwierig, wenn man weiß, dass die im Raspi-Imager vorgenommenen Einstellungen in das NEMS-Image übernommen werden. Man loggt sich also mit den im Setup des Pi-Imager eingetragenen und gespeicherten Login-Daten mit SSH ein.

Ich benutze als SSH-Client nicht das altbackene Programm PUTTY, sondern das hervorragende moderne Programm MobXTerm, man kann aber auch einen beliebigen Chrome-basierten Browser benutzen (https://IPADRESSE:9090/system/terminal); als IPADRESSE wird logischerweise die ipv4-Adresse des Raspi mit dem Nems-Linux gesetzt.

Und, voi lá:

Bild 7 kann nicht angezeigt werden

Nun kann es konstruktiv weiter gehen, Nems zu konfigurieren. Das ist an dieser Stelle aber nicht Thema.

Letztenendes ist die Installation über den aktuellen Raspberry-Imager erheblich komfortabler und weniger Fehleranfällig. Die Login-Daten nemsadmin mit Passwort nemsadmin werden im weiteren Installationsprozess zwar automatisch gelöscht (die mit dem Raspi-Imager erzeugten ebenso) und man muss einen neuen Usernamen eingeben, aber dann nimmt man halt dasselbe.

Falls man Konfigurationsfehler begeht, ist es für nicht-Linux-Freaks der einfachste Weg, die SD-Karte neu zu überschreiben und von vorn zu beginnen.

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Kategorien Technisches, Computer

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Wir alle forschen vermutlich unsere Umgebung aus und befeuern BigData ohne darüber Bescheid zu wissen. Z.B. dem location.service.mozilla.com, den ich gerade in einem Logfile entdeckt habe. Ich kann mich nicht entsinnen, gefragt worden zu sein, ob ich die Netzinfrastruktur meiner Umgebung (und damit die Orte, wo ich mich aufhalte) an Mozilla melden möchte. Ich finde, dass der Aufenthaltsort eine sensible persönliche Information darstellt, die ich weder Google, noch Mozilla oder sonst wem regelmäßig mitteilen möchte.

Auch wenn es sich „nur“ um Daten zur netztechnischen Infrastruktur des jeweiligen Ortes handelt; also Wifi-Hotspots, Bluetooth, usw. Alle diese Daten sind mit meiner persönliches Ortspräsenz verknüpft. Warum sollte ich Hotspots auf meine Kosten an Dritte senden? Ob ein Hotspot in der Nähe verfügbar ist, kann jedes Smartphone selbst feststellen. Bluetooth betrifft in der Regel private Geräte wie Headsets, Drucker usw. – welchen Sinn hat es, diese Daten zentralisiert zu sammlen? Warum fragt mich keiner, ob ich die privaten WLAN-Netze meiner Nachbarn an Mozilla übermitteln möchte?


Update

Seit dem 13.03.2024 ist dieser Dienst eigenen Angaben nach bis auf unbestimmte Zeit vom Netz (Ref: Mozilla)

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Kategorien Datenschutz, Smartphone

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Heute fand ich an der Haustür unseres Mehrfamilienhauses folgenden Zettel:

Benachrichtigung von GLS für wen?
Es wäre schön, die Zeile „Liebe/r Frau/Herr,“ ausgefüllt würde, damit jemand von den vielen Mietern hier im Haus angesprochen fühlen kann. Ich erwarte auch eine Sendung, die über GLS verschickt wurde, aber anscheinen galt dieser Hinweis nicht für mich.

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Kategorien Empörung, Logistik-Dienstleister

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7,99 € bei Rossmann. Das ist der übliche Preis für einen guten Primitivo. Alles, das weniger kostet (Aldi und Konsorten), sollte man bei Primitivo meiden.

Der Casa Leone kommt mit einem schlichten Etikett daher, aber das muss ja nichts heißen. Beim Fotografieren der Flasche fiel mir auf, dass der Füllstand nicht bis in den Flaschenhals reicht – das ist schon ungewöhnlich. Ich will es nicht zu spannend machen, die 7,99 € sind eindeutig rausgeschmissenes Geld.

Der Wein schmeckt flach süßlich mit einem leicht herbem Abgang so richtig nach Billigwein. Ohne tiefere Aroma-Erlebnisse; das, was im Laden an Geschmacksnoten angegeben ist, entbehrt jeder Realität. 3 € fände ich für den Wein angemessen. Mein Urteil:

Hinweis: Ich bin kein Weinprüfer. Hier handelt es sich um ein Konsumentenurteil.

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Kategorien Warenurteil, Wein

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Wenn ich bedenke, dass man erst in den 1980er Jahren entdeckt hat, dass Säuglinge doch Schmerz empfinden (Nele Langosch auf Spectrum.de) und Babys bis dahin ohne Betäubung operiert wurden, muss man konstatieren, dass man immer davon ausgehen muss, dass die jeweils aktuellen Erkenntnisse über die Beschaffenheit und die Wirkzusammenhänge unserer Welt unvollständig und fehlerhaft sind. Davon bin ich immer ausgegangen und habe immer alles kritisch hinterfragt.

In meiner Jugend hieß es noch, der Blinddarm sei überflüssig und wenn jemand eine schwere Mandelentzündung hatte, wurden diese gleich herausgenommen, genauso bei Beschwerden des Meniskus. Wenn man bedenkt, wie schnell sich Körperbestandteile zurückentwickeln, wenn sie nicht beansprucht werden (Muskelabbau bei Ruhigstellung oder zu wenig betriebenem Sport kennen wir alle, Spinnen verlieren binnen weniger Generationen ihre Augen, wenn sie in Höhlen leben – der Mechanismus ist entwicklungsgeschichtlich also schon sehr alt), muss man ganz logisch darauf schließen, dass alle vorhandenen Organe einen Zweck erfüllen.

Als mir mal bei Kniebeschwerden der Meniskus rausgenommen werden sollte, sagte ich dazu: nein! So behielt ich ihn und bin noch heute froh, dass ich als Junger Mann in dem Punkt intuitiv richtig lag und resolut genug auftrat. Einem Freund von mir wurden in der Jugendzeit die Mandeln herausgenommen – er hat deshalb heute große Probleme bei Infektionserkrankungen, weil ihm die Mandeln als Organ des Immunsystems fehlen. Zum Blinddarm: „Die verbreitete Annahme, dass der Blinddarm beim Menschen keine Funktion erfülle, wurde durch Studien widerlegt.“ (Wikipedia); auch dieser ist Teil des Immunsystems.

Ganz besonders froh bin ich darüber, dass meine Mutter, als sie mit mir schwanger war, „nein“ sagte, als die Mediziner ihr auf der Entbindungsstation präventiv und ohne Not das Medikament Contergan (Link: Wikipedia) empfahlen. Deshalb habe ich normal entwickelte Arme und Beine – im Gegensatz zu tausenden Contergan-Geschädigten.

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Kategorien Sonstiges, Denkwürdiges