Stress in der Pandemie

Nenas falsches Freiheitsverständnis.

Nenas Konzert wurde im Juli 2021 abgebrochen, nachdem Zuschauer erbost die Veranstaltung verließen, weil Nena von der Bühne aus dazu aufforderte, die Masken abzulegen und näher zusammenzurücken. Wer rechnen kann, dem wird klar, dass die alten Nena-Fans heute zur Risikogruppe um die 60 Jahre gehören.

Gehört Nena zur Querdenkerszene? Kaum vorstellbar; ich vermute eher, dass sie eine infantile Vorstellung von Freiheit hat. Was die Staatszersetzer sicher auszuschlachten versuchen.

Der Journalist Hannes Soltau brachte es in seinem Kommentar im Tagesspiegel am 26.08.2021 auf den Punkt, indem er schrieb: „Freiheit bedeutet nämlich nicht, zu tun und zu lassen, was man will. Freiheit ist vielmehr die Einsicht in die Notwendigkeit, wie Hegel einst sinngemäß schrieb.“

Es beruhigt mich sehr, dass es noch Menschen gibt, die ihren Kopf zum Denken benutzen. Wer auf einer Bühne steht, sollte wissen, welche Verantwortung er für das trägt, das er äußert. Nena hat sich gerade ins Abseits mannövriert und vielleicht auf einen Schlag einen Haufen Fans verloren.

Unter dieser Pandemie leidet die gesamte Menscheit und niemand kann persönlich etwas dafür, dass sie auftrat. Trotzdem müssen wir adäquat mit ihr umgehen und mit kühlem Kopf entscheiden – was, wie wir wissen, nicht immer einfach ist, weil niemand Langzeiterfahrungen mit diesem Virus und seinen Mutanten haben kann.

Wir alle wurden zu wenigstens Semi-Experten in Infektiologie. Dass es Menschen gibt, die aus staatszersetzenden Motiven (Querdenker-Szene) agieren und mutwillig Desinforamtion betreiben (Corona-Diktatur u.s.w.), ist das eine – ohne Corona, gäbe es die aber auch. Die Majorität unserer Gesellschaft gehört diesem Klientel nicht an und sollte gefälligst genau überlegen, was öffentlichkeitswirksam verbreitet wird und nicht aus dem Bauch heraus reden.

Lockdown vorbei, alle ins Stadion!

Eskalation mit Ansage. Lockern nach dem Lockdown ist vor der nächsten Welle. Am kommenden Sonntag findet das Endspiel, Italien gegen England, in London statt während die Corona-Zahlen englands schon exponentiell steigen.

Covid-Fallzahlen Großbritanniens im Juli 2021; Quelle Johns Hopkins University (JHU)

Hard facs der JHU für Großbritannien (GB) am 10.07.2021: Infiziert: 5.075.957, versorben: 128.631 (die zu Hause verstorbenen werden nicht getestet und fehlen in der Statistik), geimpft: 80.745.728. Wir werden am Sonntag sehen, ob es tragfähige Hygieneregeln gibt oder ob die Massen ihre Viren austauschen.

Jeder Laden, der im nächsten Lockdown pleite geht, darf sich bei der UEFA bedanken. Und bei Staaten, die sowas zulassen. Wir kennen die Situationen aus den voran gegangenen Spielen. Wir sahen teilweise volle Stadien ohne Masken und ohne Sicherheitsabstand. Das einzige, das in solchen Situationen sicher ist, ist, dass sich viele infizieren.

Nachtrag: Kleine Impression vom Endspiel. Im Wembley-Stadion stehen die Fans dicht an dicht ohne Masken. Das war ja zu erwarten.

20.07.2021: Wegfall aller Beschränkungen in GB – es darf ohne Abstandsregeln und Masken wieder gefeiert werden, obwohl die Infektionszahlen weiter exponentiell steigen und längst das NIveau des letzten Lockdowns erreicht haben. Mich wundert, dass noch kein Land erklärt hat, dass es seine Grenze zu GB schließt.

Die Zahlen für die Niederlande und Spanien (Urlaubsland in den Sommerferien!) steigen ebenfalls exponetiell, ohne das Einreiseregeln verschäft werden und Einreisequrantäne angeordnet wird. Ich sehe alles kommen wie in 2020: Anstieg nach den Ferien, Lockdown spätestens zum Weihnachtsgeschäft 2021 mit diversen Geschäftspleiten.

Letzte Woche gab es laut NDR-Videotext schon einen Superspreader in Niedersachsen. Kam aus dem Spanien-Urlaub und ging dann infiziert in eine Disco. Und es hieß zudem in dieser Meldung, dass viele Discobesucher nicht ausfindig gemacht werden konnten.

Frag’ Magenta: Service rund um die Uhr

Servicegespräche mit Automaten machen keinen Spaß, sind für den Anbieter aber eine billige Lösung – Kunden loszuwerden. Hier ein Original-Chat mit dem Telekom-Support (wenn man das so nennen möchte). Die eigentliche Frechheit der Telekom liegt darin, dass der Kunde warten gelassen wird, um angeblich mit einem Mitarbeiter verbunden zu werden, der dann doch wieder ein Automat ist, wie wiederkehrende Phrasen verraten.

Zu meiner technischen Ausstattung: Ich habe 3 DECT-Telefone an einer FritzBox 7590, ein ISDN-Telefon und ein SIP-Telefon Yealink T46S; letzteres meldet die Warnung: No service“ – ping tel.t-online.de kann DSN-mäßig nicht aufgelöst werden. Vorher hatte das Telefon mit dieser Einstellung Monate lang funktioniert. Im Grunde habe ich eine harmlose Konfigurationsfrage.

Telekom: „Guten Abend Martin Lemke und willkommen bei Frag Magenta – Ihrem digitalen Assistenten. Wir unterstützen Sie gern dabei, Ihren Anschluss wieder ans Laufen zu bekommen. Beschreiben Sie die Störung an Ihrem Anschluss einfach in einem kurzen Satz.“

ML: „Mein SIP-Telefon funktioniert nicht mehr: no service. tel.t-online.de nicht erreichbar.“

Telekom: „Dann lassen Sie uns gemeinsam schauen, wie wir Ihr Telefon wieder ans Laufen bekommen. Können Sie gar nicht mehr telefonieren oder bricht es ab?“

ML: „Es kommt keine Verbindung zustande.“

Telekom: „Dann lassen Sie uns gemeinsam schauen, wie wir Ihren Anschluss wieder ans Laufen bekommen. Wir müssen erst einmal ausschließen, dass das Problem in der Leitung liegt. Bitte geben Sie mir dazu erst einmal Ihre Festnetz-Rufnummer mit Vorwahl (z.B. “030123456789”).“

ML: „0xxxxxx“

Telekom: „Ich prüfe nun Ihren Anschluss.“

ML: „Die über DECT/Fritzbox angeschlossen Telefone funktionieren. Nur das SIP-Telefon nicht.“

Telekom: „Kleinen Moment – es dauert noch ein oder zwei Minütchen. Oder wollen Sie den Prozess abbrechen?“

ML: „Nein.“

Telekom: „Es gibt ein Ergebnis: In Ihrer Umgebung liegt keine Störung vor. Daher schlage ich vor, Ihre Leitung einmal neu zu starten. Dies kann einen Moment dauern. Ist das für Sie in Ordnung?“

ML: „Nein.“

Telekom: „Okay. Dann empfehle ich Ihnen, die Einstellung selbst zu ändern. Es klingt vielleicht simpel, hilft nach unserer Erfahrung aber oft schon weiter: Haben Sie Ihren Router in den letzten 48 Stunden einmal neu gestartet? Wenn nicht, lassen Sie uns das bitte einmal ausprobieren.“

ML: „Sie ignorieren meine Aussagen!

Telekom: „Bitte sagen Sie das noch einmal mit anderen Worten. Es klingt vielleicht simpel, hilft nach unserer Erfahrung aber oft schon weiter: Haben Sie Ihren Router in den letzten 48 Stunden einmal neu gestartet? Wenn nicht, lassen Sie uns das bitte einmal ausprobieren.“

ML: „tel.t-online.de ist nicht erreichbar.“

Telekom: „Dann lassen Sie uns gemeinsam schauen, wie wir Ihr Telefon wieder ans Laufen bekommen. Können Sie gar nicht mehr telefonieren oder bricht es ab?“

ML: „Sie wiederholen die Fragen von vorhin.“

Telekom: „Kein Problem! Dann lassen Sie uns gemeinsam schauen, wie wir Ihr Telefon wieder ans Laufen bekommen. Können Sie gar nicht mehr telefonieren oder bricht es ab?“

ML: „Sie stehlen mir meine Zeit“

Telekom: „Bitte sagen Sie das noch einmal mit anderen Worten. Können Sie gar nicht mehr telefonieren oder bricht es ab?“

ML: „tel.t-onine.de“

Telekom: „Dann lassen Sie uns gemeinsam schauen, wie wir Ihr Telefon wieder ans Laufen bekommen. Können Sie gar nicht mehr telefonieren oder bricht es ab?“

ML: „Sie stehlen mir meine Zeit.“

Telekom: „Es tut mir leid, dass ich noch nicht die richtige Antwort gefunden habe. Möchten Sie es nochmal versuchen oder möchten Sie lieber mit einem Kundenberater sprechen?“

ML: „Weiterleitung Kundenberater“ (Auswahl aus Vorgaben)

Telekom: „Ich schaue für Sie direkt nach dem passenden Mitarbeiter. Vorher brauche ich nur noch ein paar kurze Infos.

Bei Chats mit Mitarbeitern müssen wir noch weitere Vorgaben zum Datenschutz beachten. Diese können Sie unter dem Link unten nachlesen.“

Einblendung: Datenschutzhinweis

Telekom: „Bitte bestätigen Sie mir kurz, dass Sie diesen Vorgaben zustimmen.“

ML: „Ich stimme zu“ (Auswahl aus Vorgaben)

Telekom: „Danke. Dann klären wir als Nächstes die Punkte, die für unseren Mitarbeiter wichtig sind. Geht es bei Ihrem Anliegen um Ihren Festnetz-Anschluss zuhause oder um Mobilfunk?“

ML: „Festnetz“ (Auswahl aus Vorgaben)

Hinweis Telekom: „Sie werden mit einem Mitarbeiter verbunden. Bitte halten Sie Ihre Kundennummer bereit. Sobald ein Mitarbeiter bereit ist, kümmert er sich persönlich um Ihr Anliegen.“

Meldung Telekom: „Sie chatten jetzt mit Sabrina B.“

ML [20:28]: „Mein SIP-Telefon kann tel.t-online.de nicht erreichen“

Telekom Sabrina B. [20:30]: „Hallo und herzlich willkommen beim Telekom Service. Mein Name ist Sabrina und ich freue mich Sie heute beraten zu dürfen. Ich schaue mir gerne direkt an, welches Anliegen Sie haben.  Ich schaue mir das sehr gerne für Sie an. Um direkt starten zu können, benötige ich bitte von Ihnen die Kundennummer/Zugangsnummer, den Namen des Anschlussinhabers und das Geburtsdatum.“

ML [20:31]: „Kundennummer: xxxxxx, Martin lemke, xxxxxxx“.

Telekom Sabrina B. [20:32] „dankeschön. Dazu leite ich Sie sofort an unsere Technikspezialisten weiter. Meine Kollegen sehen den bisherigen Chat. Nach der Weiterleitung kann es zu längeren Wartezeiten kommen, bis ein neuer Kollege dem Chat wieder beitritt. Ist Ihnen die Wartezeit zu lang, können Sie gerne Ihre Anfrage auch unter www.telekom.de/stoerung an uns richten oder Sie können unter www.telekom.de/kontakt/rueckrufservice – über den Rückrufservice – einen Spezialisten reservieren.“

Meldung Telekom: Sabrina B. hat den Chat verlassen. Nach etwas Wartezeit: Sie chatten jetzt mit Anasthasia R.

Telekom Anasthasia R. [20:44] „Guten Tag, mein Name ist Anastasija R vom technischen Kundenservice aus dem Standort Rostock,da ich neu bin, könnte es etwas länger dauern, deshalb bitte ich Sie um Ihr Verständnis. Ich lese mir kurz den verlauf durch :)“

ML: „OK“

Telekom-Meldung: Chat beendet

Telekom: „Wie hat Ihnen der Chat mit unserem Kundenberater gefallen? Unter dem Link können Sie uns Ihr Feedback für unseren Mitarbeiter geben. Und mit der Grafik unten können Sie den kompletten Dialog in Frag Magenta bewerten. Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für uns nehmen.“

ML: „Minus 10 für den Chat mit der KI-Maschine davor“

Telekom: „Vielen Dank für Ihr Feedback. Und wenn Sie gerne mit uns die Telekom von morgen gestalten möchten – jetzt in der Telekom Ideenschmiede.“

ML: „Ich möchte keine Ideen schmieden, sondern wissen, wie ich mein SIP-Telefon einstellen muss. tel.t-online.de ist nicht mehr erreichbar; plötzlich funktioniert das Telefon nicht mehr.“

Telekom: „Ich finde zwei Themenbereiche, in die Ihre Äußerung passt. Welchem Thema würden Sie Ihr Anliegen zuordnen?“

ML: „Hilfe bei Störungen“ (Auswahl aus Vorgaben)

Telekom: „Damit ich Ihnen schnell weiterhelfen kann: Was genau funktioniert denn an Ihrem Anschluss nicht?“

ML: „Telefon“ (Auswahl aus Vorgaben)

Telekom: „Dann lassen Sie uns gemeinsam schauen, wie wir Ihr Telefon wieder ans Laufen bekommen. Können Sie gar nicht mehr telefonieren oder bricht es ab?“

ML: „Meine DECT-Telefone sind davon nicht betroffen. Ich denke, Sie haben den Verlauf gelesen!? Das habe ich mehrfach beantwortet.“

Telekom: „Möchten Sie beim Thema Hilfe bei Störungen bleiben oder zum Bereich Konfiguration und Technik wechseln?“

ML: „Konfiguration und Technik“ (Auswahl aus Vorgaben)

Telekom: „Ihr Speedport beinhaltet eine DECT-Funktion. Mit dieser dient er als Basisstation für Ihr DECT-Telefon. Um die Reichweite des DECT-Signals zu erweitern, können Sie einen sogenannten DECT-Repeater einsetzen. Dieser verdoppelt die Reichweite und Sie können Ihr Mobilteil einfach über größere Entfernungen mit dem Router verbinden. Ein Hinweis: Der von uns vertriebene Wantec DECT Repeater 5650 ist nicht mit den Speedport Modellen Smart 3 und Pro kompatibel.“

Einblendung: DECT-Repeater Kauf

Telekom: „Möchten Sie Schritt für Schritt erfahren, wie Sie Ihren Speedport mit Ihrem DECT-Telefon verbinden?“

ML: „Ich habe kein Speedport und wie gesagt, die DECT-Telefone funktionieren!“

Telekom: „Hat Ihnen meine Antwort geholfen?“

ML: „Nein, brauche weitere Hilfe dazu“ (Auswahl aus Vorgaben)

Telekom: „Schade, dass ich Ihnen nicht helfen konnte. Am besten gebe ich Sie jetzt an einen unserer Kundenberater weiter. Bei Chats mit Mitarbeitern müssen wir noch weitere Vorgaben zum Datenschutz beachten. Diese können Sie unter dem Link unten nachlesen.“

Einblendung Datenschutzbedingungen

ML: „Ich stimme zu“ (Auswahl aus Vorgaben)

Telekom: „Danke“

Einblendung: Chat wird gestartet

Einblendung: „Sie werden mit einem unserer Mitarbeiter verbunden. Bitte halten Sie Ihre Kundennummer bereit. Es kommt derzeit zu Wartezeiten. Unser Mitarbeiter ist schnellstmöglich persönlich für Sie da.“

ML: „Mir wurde gesagt, Sie seien eine technische Kundenberaterin. Anscheinend ist hier alles Fake und niemand liest was ich schreibe.“

Telekom: „Wenn Sie möchten, rufen wir Sie an. Das können Sie mit ein paar Klicks veranlassen. Möchten Sie unseren Rückrufservice nutzen?“

ML: „Ja“

Telekom: „Dann brauche ich bitte erst einmal die Telekom-Rufnummer, zu der Sie ein Anliegen haben. Nennen Sie mir die Rufnummer bitte ohne die Vorwahl von Deutschland.“

ML: „Die Nummer steht im Chat: 0xxxxxx“

Telekom: „Zur Sicherheit wiederhole ich das nochmal: Es geht um die Rufnummer 0xxxxxx, ist das richtig?“

ML: „Ja“

Telekom: „Alles klar! Geht es um eine Störung?“

ML: „Nein“

Telekom: „Leider gibt es aktuell ein technisches Problem. Probieren Sie es daher am besten später nochmal oder rufen Sie vielleicht lieber selbst beim Kundenservice an. Darf ich Ihnen die Telefonnummer durchgeben?“

ML: „Können Sie nicht einfach sagen, warum tel.t-online.de nicht erreichbar ist?“

Telekom: „Ok. Tut mir wirklich leid, dass es gerade nicht funktioniert, einen Rückruf einzurichten.“

ML: „Dafür bin ich doch gern fast eine Stunde im Chat um mit Maschinen zu chatten, die nicht lesen können, was ich schreibe.“

Telekom: „Okay. Ich schaue für Sie direkt nach dem passenden Mitarbeiter. Vorher brauche ich nur noch ein paar kurze Infos. Bei Chats mit Mitarbeitern müssen wir noch weitere Vorgaben zum Datenschutz beachten. Diese können Sie unter dem Link unten nachlesen.“

Einblendung: Datenschutzbestimmungen

Telekom: „Bitte bestätigen Sie mir kurz, dass Sie diesen Vorgaben zustimmen.“

ML: „Ich will nicht chatten“ (Auswahl aus Vorgaben)

Telekom: „Kein Problem. Wenn Sie möchten, rufen wir Sie an. Das können Sie mit ein paar Klicks veranlassen. Möchten Sie unseren Rückrufservice nutzen?“

ML: „Ja“

Telekom: „Dann brauche ich bitte erst einmal die Telekom-Rufnummer, zu der Sie ein Anliegen haben. Nennen Sie mir die Rufnummer bitte ohne die Vorwahl von Deutschland.“

ML: „0xxxxxx“

Telekom: „Zur Sicherheit wiederhole ich das nochmal: Es geht um die Rufnummer 0xxxxxx, ist das richtig?“

ML: „Ja“

Telekom: „Alles klar! Geht es um eine Störung?“

ML diesmal: „Ja“

Telekom: „Leider gibt es aktuell ein technisches Problem.

Probieren Sie es daher am besten später nochmal oder rufen Sie vielleicht lieber selbst beim Kundenservice an. Darf ich Ihnen die Telefonnummer durchgeben?“

ML: „Ja“

Telekom: „Da Sie eine Frage zu Ihrer Festnetz-Nummer haben, lautet die entsprechende Rufnummer 0800 33 01000. Tschüß und vielleicht bis bald.“

ML: „Gern! Dafür bin ich doch gern fast eine Stunde im Chat um mit Maschinen zu chatten, die nicht lesen können, was ich schreibe.“

Telekom: „Ich bin nicht sicher, was Sie genau meinen. Was kann ich noch für Sie tun?“

ML: „Dafür bin ich doch gern fast eine Stunde im Chat um mit Maschinen zu chatten, die nicht lesen können, was ich schreibe.“ (Phrasen wiederholen kann ich auch!)

Telekom: „Ich habe das leider immer noch nicht verstanden. Daher sprechen Sie am besten mit einem unserer Kundenberater. Ich schaue für Sie direkt nach dem passenden Mitarbeiter. Vorher brauche ich nur noch ein paar kurze Infos. Bei Chats mit Mitarbeitern müssen wir noch weitere Vorgaben zum Datenschutz beachten. Diese können Sie unter dem Link unten nachlesen.“

Einblendung Datenschutzhinweise

Telekom: „Bitte bestätigen Sie mir kurz, dass Sie diesen Vorgaben zustimmen.“

ML: „Ich stimme zu“ (Auswahl aus Vorgaben)

Telekom: „Gut. Dann brauchen wir eine andere Lösung, damit Sie mit einem Mitarbeiter sprechen können. Wenn Sie möchten, rufen wir Sie an. Das können Sie mit ein paar Klicks veranlassen. Möchten Sie unseren Rückrufservice nutzen?“

ML: „Ja“

Telekom: „Dann brauche ich bitte erst einmal die Telekom-Rufnummer, zu der Sie ein Anliegen haben. Nennen Sie mir die Rufnummer bitte ohne die Vorwahl von Deutschland.“

ML: „Gern! Dafür bin ich doch gern fast eine Stunde im Chat um mit Maschinen zu chatten, die nicht lesen können, was ich schreibe.“

Telekom: „Wenn sich Ihr Anliegen auf keine Telefonnummer bezieht, kann ich leider keinen Rückruf für Sie einrichten. Ich gebe Ihnen aber gern den Link, unter dem Sie andere Kontaktmöglichkeiten zu uns finden.“

Einblendung: So erreichen Sie uns – Verbindung von der Telekom beendet.

Chaos: Impfterminvergabe in SH

Am 20.5.2021 wurden über das Portal http://impfen-sh.de/ 75.000 Impftermine für die Prioritätsgruppe 3 angeboten. Als ich mich um 18:00 Uhr dort einloggte, waren 575.508 Leute vor mir dran – wie kann das sein? SH hat nach aktueller Statistik (Statistisches Landesamt HH & SH) derzeit 452.205 Einwohner über 60, die bisher geimpften über 70-jährigen abgezogen, sogar nur 188.214 Menschen.

Bild kann nicht angezeigt werden
387.294 mehr Wartende eingeloggt als Menschen über 60 in SH (188.214)

Wenn man davon aus geht, dass sich nicht jeder einloggen kann, muss man sich fragen, wie ein Überhang von 205 % zustandekommen kann! Hat SH denn so viele chronisch kranke? OK, Diabetiker sind auch in dieser Gruppe, wie Leberkranke usw., sowie Mitarbeiter von Polizei, Feuerwehr und Mitarbeiter im Lebensmitteleinzelhandel. (Bundesregierung: Impfpriorisierung)

Ich habe die Anmeldung die ganze Nacht durchlaufen lassen. Am 21.05. um 8:10 Uhr waren „nur“ noch 38.835 vor mir dran, der große Rest hatte schon aufgegeben. Um 8:30 Uhr erfolge dann die Meldung, dass alle 75.000 Impftermine vergeben seien. Wozu dieser entwürdigende Umgang mit Menschen, welche durch diese Krankheit in Lebensgefahr geraten können?

Kann man nicht Landkreis für Landkreis, die Landkreise der höchsten Inzidenz zuerst, die Menschen der Prioritätsgruppe anschreiben und einen Impftermine vorschlagen, welcher binnen einer Woche online, per Telefon oder Brief bestätigt werden muss bevor er anderen angeboten wird? Daneben gibt es ja noch die Möglichkeit, sich beim Hausarzt auf die Warteliste setzen zu lassen und zusätzlich noch eine über die Kassenärztliche Vereinigung SH: https://www.praxisimpfliste-sh.de (leider machen da nicht viele Praxen mit).

Über meinen Arbeitgeber hätte ich als systemrelevanter Mitarbeiter beinahe einen Impftermin über ein Sonderkontingent bekommen können, aber ich bekam ihn nicht, weil ich der Prioritätsgruppe 3 angehöre, die jetzt einen Impftermin bekommen kann. So lange dafür aber wesentlich weniger Impfdosen verfügbar sind, als Impfberechtigte vorhanden ca. 100.000 Impfdosen bisher, bei rund 190.000 Berechtigten, beträgt die tatsächliche Chance derzeit nur 50 %. Wenn es einschließlich aller chonisch Kranker der Prioritätsgruppe 3 tatsächlich 600.000 berechtigte gibt, dann bestand bisher nur eine Chance von 1:6, also17 %.

Covid19 Todesfälle in SH (Stand: 21.05.2021). Quelle: RKI Dashboard

So werden auf diese Weise wohl meine jüngeren Kollegen geimpft, obwohl sie nur einen milden Verlauf zu befürchten haben. Ein seltsames Verständnis von Schutz systemrelevanter Mitarbeiter.

Laut Bundesregierung sollab dem 7.6.2021 die Impfpriorisierung ganz entfallen(Bundesregierung: Impfpriorisierung). Von da an beträgt die Chance für über 60-jährige in SH dann 190.000 zu 2.851.000, also 190/2.851, bzw. 7 %.

Ob man das dann noch eine reale Chance nennen möchte? Ich bin zumindest sehr enttäuscht. Wenn ich bedenke, wie viel Monate Zeit man sich nahm, die 264.000 über 70-jährigen in SH zu impfen, von denen ein großer Teil über Altenheime schnell gemeinschaftlich geimpft werden konnten, da bezweifle ich sehr, dass es möglich ist, binnen 5 Wochen die Priotitätsgruppe 3 durchzumpfen, wenn binnen 3 Wochen nur 17 % geimpft werden konnten.

Update

Eben gerade hörte ich in den Abendnachrichten um 19:30 Uhr im Schleswig-Holstein-Magazin (NDR) den schleswig-holsteinischen Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) sich folgendermaßen äußern: Diese Form der Terminvergabe wird aufgegeben; von nun an gibt es die Möglichkeit, sich online zu registrieren. Man bekommt dann per E-Mail einen Impftermin vorgeschlagen.

Offensichtlich haben auch andere erkannt, dass die bisherige Form der Vergabe nicht angemessen war.

Der Abtritt des Jan Fedder

Alkohol- und Nikotinmissbrauch betrifft tausende

2010 titelte die Bunte: „Rauchverbot in Bayern – nicht mit mir!“, zwei jahre später wurde bei ihm die Vorstufe eines Mundhölenkarzinoms diagnostiziert (Wikipedia) und er gab das Rauchen auf. Wohlgemerkt, für vernünftige Argumente oder gesetztliche Regelungen war er zwei jahre zuvor nicht zugänglich und ging dagegen in Offensive.

Das Los des promindenten Volksschauspielers Jan Fedder ist bekannt, er verstarb 2019 an den Folgen übermäßigen Tabakkonsums. Aber das Problem übermäßigen Alkohol- und Tabakkonsums betrifft sehr viele Menschen. Auch die Unfähigkeit, zu erkennen oder zu akzeptieren, ein Problem damit zu haben, erscheint mir weit verbreitet.

Allein in meinem erweiterten Bekanntenkreis sind bislang 5 Raucher (die einzige Frau darunter, war Nichtraucherin – allerdings rauchte ihr Ehemann) an Lungenkrebs verstorben – der jüngste unter Ihnen drehte „Schwarzer Krauser“. Er verstarb mit 47 Jahren.

Ich musste mich als „militanten Nichtraucher“ beschimpfen lassen, wenn Verwandte in meiner Wohnung oder meinem Auto nicht rauchen durften. Verkehrte Welt: Ich wurde der Rücksichtslosigkeit bezichtigt.

Noch in den 1990er Jahren wurde in Aufenthaltsräumen der Stadt Lübeck geraucht und wenn ich mich nach Einführung des Rauchverbots in öffentlichen Gebäuden darüber beschwert hatte, dass jemand am Fenster geraucht und damit die Raumluft verpestet hatte, war natürlich ich der Buhmann oder das Kollegenschwein. Es ist nicht immer einfach, gegen einen starken Strom zu schwimmen, aber manchmal muss es einfach sein.

Referenzen

Die Bunte 2010 https://www.bunte.de/panorama/jan-fedder-rauchverbot-bayern-nicht-mit-mir-8797.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Jan_Fedder

Telekom: Der 0 €-Trick

Mehrkosten für 0 €

100 Fernsehprogramme für 0,00 € hinzu buchen, klingt das nicht attraktiv?

Nur ändert sich dann unten das grau gedruckte! Ohne TVBasic kostet es ab dem 7. Monat 39,95 €/Monat, mit TVBasic, ab dem 25. Monat 44,95 € und zusätzlich jeden Monat 4,95 für einen Media-Receiver. Kurzum: Mit TVBasic kostet es 24,90 € im Monat und ab dem 7. Monat 44,90 € und ab dem 25. Monat 49,90 €/Monat.

Diese Preisangaben sind höchst intransparent.

Amazon ist nicht immer billig: Preisvergleich Aktenvernichter

Nicht angezeigt: Angebot bei Amazon Leitz für fast 90 €

„Amazon’s Choice“ (Amazons Wahl) suggeriert, dass es sich hier um ein besonders gutes Angebot handelt. Da die Eigenschaften eines bestimmten Produktes bei allen unterschiedlichen Anbietern identisch sind, kann es hier nur um den Preis gehen.

AnbieterPreisVersandSumme
Büro-Shop24 (Idealo)75,89 €2,99 €78,88 €
Böttcher AG79,92 €2,99 €82,91 €
Amazon’s Choice89,67 €kostenlos89,67 €
Amazon gesponsert95,99 €kostenlos95,99 €
Media Markt95,99 €kostenlos95,99 €

Wenn man Preise vergleicht, kann man auch bei seriösen Händlern günstiger einkaufen

Tabellenspalten markieren mit JavaScript

Sehr lange und umfangreiche Tabellen können am Bildschirm schnell unübersichtlich werden. Insbesondere wenn der Tabellenkopf aus dem Sichtbereich hinaus gescrollt wird. Hier ist es wünschenswert, Tabellenspalten zu markieren.

Ausgangsbasis war bei mir eine Tabelle, welche alternierend weiße und graue Zeilen hat. Die Spalten gehören jeweils einer Class an; col1, col2, col3 u.s.w.

<td class='col1'>..</td><td class='col2'> ... u.s.w.
<td class='col1'>..</td><td class='col2'> ... u.s.w.
<td class='col1'>..</td><td class='col2'> ... u.s.w.

In den Tabellen-Headerzeilen werden dann per Eventhandler das entsprechende JavaScript aufgerufen; onClick die farbliche Markierung und onDblClick die Farbgebung wie sie unmarkiert aussieht. Die Beispiele sind einer echten Lösung entnommen:

<th onClick="markColumn('col1', '#e8f9b5', '#d3f960')" onDblClick="markColumn('col1', 'white', '#e3e3e3')">
<th onClick="markColumn('col2', '#e8f9b5', '#d3f960')" onDblClick="markColumn('col2', 'white', '#e3e3e3')">

Und nun das Script:

function markColumn(name, hell, dunkel){
	elements=document.getElementsByClassName(name); 
	for(var i=0; i<elements.length; i++) {
		if (i%2==0) elements[i].style.backgroundColor = hell;
			else elements[i].style.backgroundColor = dunkel; 
   	}
}

Durch einfaches Klick auf die Headerzeile wird so eine Tabelle markiert und durch Doppelklick wird die Markierung wieder entfernt.

Möglicherweise kann man das auch mit jquery einfacher realisieren. Aber dies läuft nun und ich habe keinen Bedarf für eine andere Lösung.

 

Noch ein Test mit PHP:

print "this";

Sony läd Hacker ein

Fehlerhafte Passwortstärke-Bestimmung bei Sony-Community

Beim Registrieren auf der Community-Seite von Sony muss man sich ein Passwort ausdenken. Ich benutze für solche Zwecke einen Passwort-Generator und verwende für unterschiedliche Logins unterschiedliche Passworte in unterschiedlichen Längen. Je größer der Zeichenvorat eines für Passworte zu verwendenen Alphabets, desto mehr Möglichkeiten gibt es, ein Passwort zu generieren und so gleichsam aufwändiger ist es für Hacker ein Passwort zu erraten (üblicherweise lexikalische Begriff, wie Lieblingsmaler usw.) oder durch Permutation (Kombinatorik) zu ermitteln.

Bei Sony wurden folgende Passworte als schwach eingestuf: r2c^:?0a<rYZ2Iko$eup0H!¤ÔyÏñUÂß4®* und /<D.?x[A)Z){S&eGYVt)HR|$~[q<V$xCJz?W und die weitere Registrierung wurde automatisch unterbunden. Als stark eingestuft, wurden die von der Sony-Seite selbst generierten nur 15 Zeichen langen Passworte, wie diesem: 76rZ8F4Q6nKzezN. Es hat gegenüber den obigen einen sehr eingeschränkten Zeichensatz; nur große und kleine Buchstaben, sowie Ziffern, aber keine Sonderzeichen. Damit ist der Zeichenvorrat auf a-z (26 Zeichen) und A-Z (26 Zeichen) und 0-9 (10 Zeichen) auf 62 Zeichen begrenzt. Mit Einbeziehung von Sonderzeichen wären es erheblich mehr mögliche Zeichen und somit sehr viel schwerer, bzw. technisch aufwändiger, Passworte zu erraten oder durchzuprobieren.

Ich denke, nach eingen Fehlversuchen, werden die meisten Nutzer der Sony Communityseiten, wenn sie es nicht von vorn herein gewählt haben, ein von der Sony-Seite erzeugtes primitives Passwort mit 15 Zeichen wählen, weil es einfach furchbar nervt, wenn es nicht voran geht.

Ich kann nur jedem empfehlen, einen Paswort-Manager zu benutzen und Passworte gelegentlich zu ändern. Leider gibt es immer noch Seiten, welche die Länge von Passworten zu sehr begrenzen. Sony begrenzt auf 30 Zeichen, ich habe schon kürzere Vorgaben gesehen. Die Einschränkung des nutzbaren Alphabets auf ANSI-Buchstaben (also ohne ß und Umlaute) und Ziffern ist in meinen Augen ein schwerer Sicherheitsfehler.

Hacker sind heute nicht mehr nur Nerds und Skript-Kiddies. China, Russland und sicher auch sogenannte westliche Geheimdienste betreiben Hacking hochprofessionell mit hohem technischen Potential. Da kann sich niemand schwache Passworte leisten. Zu oft mussten Unternehmen, mitteilen, dass ihre Seiten gehackt wurden. Darunter Zeiss und Save-TV (zwei Unternehmen, bei denen ich einen Account besitze). Weitere gingen durch die Presse. Wann folgt Sony?

Ergänzung: Telekom Magenta Cloud. Max. 16 Zeichen a-z (26 Zeichen), A-Z (26 Zeichen), 0-9 (10 Zeichen) und !#$%&()*+-./<=>?@[]_{|}~ (24 Zeichen) macht einen Zeichenvorat von 86 Zeichen. Damit geringfügig besser als bei Sony Community.

Bei Windows nicht am falschen Ende sparen – OEM ist am Ende teuer

Am Ende ist es preiswerter sich einen PC oder Laptop ohne Betriebssystem zu kaufen und eine Windows Vollversion separat zu erwerben. Denn nur mit einer solchen Vollversion kann man später, wenn die Hardware nach ein paar Jahren schlapp macht, auf den nächsten neuen Rechner umsteigen – mit OEM-Versionen geht das nicht, denn diese sind an das ursprüngliche Gerät gebunden.

Das Thema habe ich gerade durch. Mein Acer-Laptop hat nach 5 Jahren den Löffel abgegeben. Einmal Kaffee über die Tatstatur verschüttet; das hat gleich ein paar Schaltkreise gekostet. Die Tastatur gab erst nur noch Stuss wider und schlussendlich ließ sich das Gerät nicht mehr starten. Ob der neue HP-Laptop, mit der flüssigkeitsunempfindlichen Tastatur auch 5 Jahr hält, werde ich sehen.

Meine Nachfrage im Support-Chat bei Microsoft ergab, dass die alte OEM-Lizenz nach dem Abtritt des alten Laptops ebenfalls dahin ist. Da Windows 10 laut Microsoft die letzte Version ist, ist Windows damit eine Anschaffung fürs (EDV-) Leben; denn die Vollversion kann ich von einem zum nächsten Rechner mitnehmen und muss nie mehr eine neue Version bezahlen.