Osterland „Rote Grütze“, ein Horrorbeispiel

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„Rote Grütze wird traditionell aus roten Beerenfrüchten zubereitet, leicht gezuckert und mit Speisestärke, Gries oder Sago gebunden. Vorzugsweise als Nachtisch gereicht, wird die Rote Grütze meist mit kalter Milch oder Vanillesauce serviert.“ heißt es auf der Seite des Landes Schleswig-Holstein. Das ist gemeinhin auch das, was man üblicherweise damit assoziiert.

Ein Horrorbeispiel Osterland „Rote Grütze“ aus dem Sortiment des Discounters Norma möchte ich hier vorstellen.

Zutatenliste:
  1. Wasser
  2. Zucker (16,9 %)
  3. Modifizierte Stärke
  4. Hartweizengries (1 %)
  5. Apfelpulver (< 1 %)
  6. Verdickungsmittel Carrageen
  7. Guarkernmehl
  8. Johannisbrotmehl
  9. Säuerungsmittel Citronensäure
  10. Säureregulator Natriumcitrate
  11. Farbstoff Anthocyane
  12. Aroma

Zusatzhinweis: Kann Milch enthalten.

Aufgepasst?

Es sind überhaupt keine Beerenfrüchte enthalten! Das Produkt besteht in seinen Hauptbestandteilen aus Wasser und Verdickungsmitteln (Modifizierte Stärke, Carrageen, Guarkernmehl, Johannisbrotmehl), konserviert mit Zitronensäure und weil es sonst nur nach Zitronensäure und Algen (Carrageen wird aus Algen gewonnen) schmeckt, muss Aroma für den Geschmack sorgen.

Der Zusatzhinweis: Kann Milch enthalten irritiert mich bei einer natürlicherweise veganen Speise völlig. Dies ist wohl implizit ein Hinweis auf enthaltene Hilfsstoffe auf Milchbasis, die nicht deklariert werden müssen und deshalb auch nicht deklariert werden.

Welcher Konsument kommt denn auf die Idee, bei einem natürlicherweise veganen Produkt, nachzuschauen, ob Bestandteile tierischen Ursprungs sind?

Wer das Etikett genau liest, erkennt den Satz: „Mit Himbeer-Geschmack“. Solche Sätze zeigen immer direkt an, dass keine Himbeeren enthalten sind (das stünde sonst dort), sondern Aromastoffe für Himbeergeschmack sorgen.

Tipp:
Produkte mit Himbeergeschmack, Schokogeschmack, Vanillegegeschmack, Egal was-Geschmack meiden!

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Kategorien Empörung

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