Bei Windows nicht am falschen Ende sparen – OEM ist am Ende teuer

Am Ende ist es preiswerter sich einen PC oder Laptop ohne Betriebssystem zu kaufen und eine Windows Vollversion separat zu erwerben. Denn nur mit einer solchen Vollversion kann man später, wenn die Hardware nach ein paar Jahren schlapp macht, auf den nächsten neuen Rechner umsteigen – mit OEM-Versionen geht das nicht, denn diese sind an das ursprüngliche Gerät gebunden.

Das Thema habe ich gerade durch. Mein Acer-Laptop hat nach 5 Jahren den Löffel abgegeben. Einmal Kaffee über die Tatstatur verschüttet; das hat gleich ein paar Schaltkreise gekostet. Die Tastatur gab erst nur noch Stuss wider und schlussendlich ließ sich das Gerät nicht mehr starten. Ob der neue HP-Laptop, mit der flüssigkeitsunempfindlichen Tastatur auch 5 Jahr hält, werde ich sehen.

Meine Nachfrage im Support-Chat bei Microsoft ergab, dass die alte OEM-Lizenz nach dem Abtritt des alten Laptops ebenfalls dahin ist. Da Windows 10 laut Microsoft die letzte Version ist, ist Windows damit eine Anschaffung fürs (EDV-) Leben; denn die Vollversion kann ich von einem zum nächsten Rechner mitnehmen und muss nie mehr eine neue Version bezahlen.

Big Brother – jetzt gratis aushorchen lassen

Da mein Lieblings-PDF-Reader, Foxit, bei PDFs von E-Mailangängen dauernd abstürzte und auch ein Update keine Besserung brachte, habe ich kürzlich wieder den Adobe PDF-Reader installiert. Ungefragt wurde gleich wieder ein Mac Affee-Virenscanner und ein Programm von Intel Namens “True key” installiert.

Nun habe ich mal nachgeschaut, was das eigentlich ist. Ganz toll! Nie wieder Passworte merken müssen! Das Programm ist kostenlos, Du meldest Dich künftig mit Deinem Gesicht, Deinem Fingerabdruck an! Das System lernt all Deine biometrischen Merkmale und vieles mehr, sowie alle Deine Geräte kennen! Das muss einen bei einer kostenlosen App doch stutzig machen. Wenn man bedenkt, dass die USA die Bilder der Hälfte ihrer Bürger ungefragt in eine Gesichtserkennungsdatenbank eingespeist hat (Heise News 20.10.2016), erscheint die Erfassung diverser biometrischer Merkmalen von Bürgern der ganzen Welt nur noch als logische Konsequenz. Wenn diese Daten vielleicht nicht unmittelbar an die NSA weiter gegeben werden, so kann man doch zumindest damit Geld verdienen oder diese zur Terrorabwehr beschlagnahmen lassen. Gretchenfrage: Wie viele Terroristen werden diese Software nutzen?

Immer wieder die selbe Lehre: Wer US-Firmen sein persönlichen Daten anvertraut, ist selber schuld. Oder ins gewissen zu reden: Passwörter sollen es gerade ermöglichen, seine Daten zu schützen. Wer darauf verzichtet, gibt diese Schutzmöglichkeit auf.

Windows 10: Nach dem Update ist vor dem Downgrade

Wichtige Tipps für alle, die mit Windows 10 nicht zufrieden sind.

Ich hatte das Update eingespielt, denn ich wurde neugierig, weil man unter Windows 10 künftig wohl ohne Konvertierung Linux-Programme starten können soll (Link: heise.de). Das wäre ein echtes Alleinstellungsmerkmal gegenüber den älteren Windowsversionen.

Leider wurde aber meine Internetverbindung unter Win 10 instabil. Die Ethernetverbindug wurde immer wieder unterbrochen, weil Windows das Standard-Gateway mitten im Betrieb einfach vergaß – wie immer das geschehen kann. Die Folge: Kein Internet. Des Weiteren wurden römische Ziffern im Firefox-Browser nicht mehr als solche (Serifen oben und unten) dargestellt. Der neue Edge-Browser hat sie normal dargestellt. Ich möchte aber den Firefox benutzen. Egal, ob an das Fontproblem des Firefox hätte irgend wie lösen können, eine instabile Internetverbindung ist ein No Go!

Wichtig! Das vereinfachte Downgrade ist nur 30 Tage nach dem Windows 10-Update aufrufbar! Nach dieser Frist ist die Windows-Lizens an Windows 10 gebunden. Das Downgrade innerhalb dieser 30 Tage-Frist ist nur ein Mausklick weit entfernt. Dazu, wie das geht, gibt es massenweise Anleitungen im Web (Link: yahoo.de).

Nach dem Downgrade wird man aber wieder mit zunehmender Penetranz zum Update auf Windows 10 aufgefordert. Das liegt an dem Programm “Get Windows 10” (GWX.exe), welches Microsoft unverdächtig mit der Bezeichnung “Update KB3035583” verschleiert (Link: microsoft.de). Dies muss deinstalliert werden und bei künftigen Updates muss man es vermeiden, das Update KB3035583 wieder zu installieren. Anleitungen zum Entfernen von “Get Windows 10” gibt es wie immer im Web (Link: metager.de).

Vorsicht vor sourceforge.net!

Seit 2015 füg der Hoster von Open source-Software sourceforge.net dort gehosteten Programmen ohne die Zustimmung derer Entwickler Schadsoftware hinzu (Wikipedia im Januar 2026). Betroffen ist davon auch die offene Desktop Publishing-Software Scribus.

Ich habe Scribus im Januar installiert und ausprobiert. Da ich mich für das Programm nicht erwärmen konnte, wollte ich es wieder deinstallieren. Doch bei jedem Versuch, das Programm zu deinstallieren, meldete sich mein Virenscanner (Norton) und warnte vor bösartiger Schadsoftware: au_.exe und löschte diese sicherheitshalber. Nun stand ich vor dem Problem, das Programm nicht automatisiert los werden zu können. Um händische Eingriffe ins Betriebssystem Windows zu vermeiden, besorgte ich mir eine externe Uninstall-Softwar, nämlich den IObit Uninstaller. Empfohlen von der renommierten Computerzeitschrift Chip, nahm ich an, ein geeignetes Werkzeug gefunden zu haben. Dieses Vertrauen wurde nicht enttäuscht. Ein einziger Eintrag blieb jedoch in der Registry von Windows zurück, den ich von Hand löschte; hierzu betätigt man die Windows-Taste zusammen mit der Taste “r” und gibt in das sich öffnende Feld ein: regedit. Dann sucht man nach dem Stichwort “scribus” und löscht den entsprechenden Eintrag.

Beim Start des Uninstallers sollte man aber auf den unteren Rand des Programms achten und die Mitinstallation weiterer Software unterbinden, in dem man ein das offenbar bewusst unscheinbar gehaltene Aktivierungskästen deaktiviert. Diese wird gleich unten fest in die Taskleiste gelegt, wenn man – wie ich! – nicht aufpasst. Dieses Programm kann man aber ganz normal wieder deinstallieren.

Was lernen wir daraus? Finger weg von Software, die bei sourceforge.net gehostet wird!

Zwei Gründe das Windows 10-Update zu überdenken

Windows 10 Update

Als Microsoft ankündigte, allen Nutzern von Windows 8/8.1 und Windows 7 kostenlos ein Update auf Windows 10 zum Download anzubieten, machte mich das nachdenklich. Aus zwei sich nun als stichhaltig erweisenden  Gründen, welche ich nun erläutere.

1. Eine Kostenlos-Politik ist einerseits vollkommen untypisch für Microsoft. Warum verschenkt Microsoft neuerdings Geld?

2. Welche Serverfarm soll es aushalten, dass am Stichtag 29. Juli 2015 Millionen von Windows-Nutzern Windows 10 herunter laden?

Warum kostenlos?

Am 3.8.2015 meldet ZDNet: „Marktanteil von Windows 10 vervierfacht sich in 3 Tagen”. Quelle: ZDNet.

Nur einen Tag später meldet ZDNet, dass Windows 10 sehr tief in die Privatsphäre seiner Nutzer eingriffe. Es werden nicht nur Daten von Apps übertragen, sondern auch auf Inhalte privater Ordner und E-Mails zugegriffen!

Die schnelle Verbreitung von Windows 10 bringt Microsoft umfangreche Zugriffsmöglichkeiten ungeahnten Ausmaßes. Microsofts Schnüffelei lässt sich per Konfiguration nur teilweise abschalten, wobei man sich fragen muss, ob man Microsoft glauben darf, wenn man etwas per Konfiguration abschaltet. – Ich traue Microsoft nur noch Schweinereien zu, Vertrauen ist etwas anderes.

Wie können Microsofts Server die Download-Last aushalten?

Gar nicht! Wer ein Update runter läd, bietet seinen eigenen Rechner ungefragt automatisch in einem p2p-Netz an. Das heißt, Nutzer, die ein Update installieren wollen, laden es in einem p2p-Netz von den Rechnern anderer Windows-Nutzer ohne deren Wissen herunter! Darüber berichtete Die Welt.

Diese Praxis ist aus zwei Gründen bedenklich:

1. Es ist unfair gegenüber dem Nutzer, dies ungefragt (oder verschanzt hinter 45 Seiten Nutzungsbedingungen) einfach so frei zu geben. Auf Nutzer mit Volumentarifen (nicht jeder hat eine Flatrate) können höhere Kosten zu kommen oder gedrosselter Downstream nach Erreichen eines gewissen Kontingents.

2. Es birgt ein Risiko, auf diese Weise bereits infizierte oder manipulierte Dateien sehr breit zu verteilen!

Fazit?

Ich persönlich lasse vom Update erst mal die Finger. Da ich einige Programme habe, die es leider nicht für Linux gibt, glaubte ich bislang, ich sei auf Windows angewiesen. Aber die von mir benötigten Programme gibt es allesamt auch für Mac OS X! Vielleicht sollte ich auf Mac umsteigen; auch um den Preis für einen Haufen Geld neue Hardware anschaffen zu müssen. Da muss ich mich aber noch schlau machen, wie es datenschutzmäßig aussieht.

Falls ich Windows weiter nutzen möchte, muss ich mich einschränken. Eventuell kann ich Windows nur noch ohne LAN-Anbindung nutzen, aber das wäre ein enormer Komforteinschnitt. Aber vielleicht gibt es mittelfristig Lösungen von Drittanbietern (Open source oder Firewall), welche Microsofts Neugier wirkungsvoll beschneidet. Für Web, Mail, FTP und Softwareentwicklung reicht Linux, bzw. ist eventuell sogar die bessere Lösung.

Ich warte erst mal ab, ob aus der Community tragbare Lösungen kommen. Das Windows 10-Update wird erst mal auf Eis geschoben. Da kommen bestimmt noch mehr Offenbahrungen. Ich muss sagen, die ersten beiden reichen mir schon!

Microsoft mit seinem Windows 10-Update ist in meinen Augen ein aussichtsreicher Kandidat für den Big Brother Award 2016.

Nachträge:

 

 

Olympus OI Share gibt es nicht für Windows

Toll, dass man auch die Bilder einer Digitalkamera im social web benutzen kann. Die Zeiten, als Microsoft den Weg vorgab, sind aber wohl vorbei. Für die Olympus TG-4 wird das zugehörige Sharnig-Tool Olympus OI Share, welches die typische Features einer Tetharing-Software hat, wird lediglich für Apple OS und Android (ab Version 4.4) angeboten. Nutzer von Nokia/Windows sind auf ein abgespecktes Tool angewiesen, welches lediglich den Download von Kamerafotos von der Kamera aufs Smartphone unterstützt und sonst keine weiteren Features hat – wenigstens das, aber mehr auch nicht.

Verhängnisvolles Häkchen

Irgend wann habe ich wohl mal in einem Konfigurations-Dialog ein Häkchen an die Option "Vorschauhandler im Vorschaufenster anzeigen" gesetzt.

Die Aktivierung dieser Option, die ja ganz brauchbar klingt, hat einen fatalen Nachteil. Immer wenn man in der Dateiauswahlliste eine Datei markiert, wird von dieser zugleich rechts im Explorer ein Vorschaubild angezeigt wird. Soweit ist es ja auch wünschenswert. Nachteilig wird dieser Umstand, sobald man diese Datei umbenennen oder löschen möchte. Denn das geht nun nicht mehr! Grund, die Datei wird bereits von einem anderen Programm verwendet, nämlich dieser Vorschau!

Nun könnte man die Markierung aufheben und dann in die Schell gehen (z. B. mit cmd oer Powershell) und dort die Datei quasi auf DOS-Ebene mit dem del-Befehl (delete) löschen. Aber das ist eigentlich vollkommen indiskutabel, da umständlich.

Dieses Feature (Windows 8.1) ist einfach schlecht implementiert.

Explorer Ordneroptionen

Abhilfe unter Windows 8.1: Systemsteuerung/Darstellung und Anpassung/Orderoptionen. Der Rest wie im gezeigten Bild: markierte Option deaktivieren.