Ebay: Mindestgebot nicht erreicht

 

Mit diesem „Feature“ fährt Ebay seine Versteigerungsplattform an die Wand! Der Verkäufer kann beim Einstellen seines Angebots einen Mindestpreis festlegen, welcher nicht angezeigt wird.

Interessenten verschwenden damit ihre Zeit mit der Abgabe von Geboten, weil eine Versteigerung ja bisher implizierte, dass man das Objekt des Interesses zu einem günstigen Kurs bekommen könne. Wenn im Falle des Artikelfotos gleich der Wunschpreis des Verkäufers von stattlichen 3100 € da gestanden hätte (das höchste Gebot lag am Endemit 1.827,17 € weit darunter), welcher der Bieter, die sich chancenlos Hoffnung gemacht haben, hätte da noch geboten? Fazit: Die Bieter haben mit dem betreffenden Angebot ihre Zeit vergeudet.

Aus Sicht der Verkäufers eliminiert dies sein Risiko, unter Wert verkaufen zu müssen. Aus Sicht des Interessenten lässt sich eine Auktion nicht mehr von einem Festpreis- oder Mindestpreisangebot unterscheiden, mit dem Unterschied, dass er den Mindestpreis nicht kennt und viel Zeit aufwenden muss, um ihn zu erfahren. Warum unter solchen Umständen überhaupt noch bieten?

Der Umstand, dass dem Verkäufer durch den geplatzten Verkauf Kosten entstehen, ohne etwas verkauft zu haben, kann den unter umständen vielen potentiellen Käufern auch kein wirklicher Trost sein. Nur Ebay macht damit ein Geschäft.

Ich bin gespannt, wie lange es dauert, bis Ebay dieses „Feature“ wieder zurück nimmt. Wenn es sich größere Beliebtheit bei den Versteigerern erfreut, wird Ebay damit zu einer reinen Verkaufsplattform unter vielen gepaart mit besonders schlechten Konditionen für die Käufer, welche eine Woche warten müssen, bis sie den wahren (Mindest-) Preis erfahren.

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