Frag’ Magenta: Service rund um die Uhr

Servicegespräche mit Automaten machen keinen Spaß, sind für den Anbieter aber eine billige Lösung – Kunden loszuwerden. Hier ein Original-Chat mit dem Telekom-Support (wenn man das so nennen möchte). Die eigentliche Frechheit der Telekom liegt darin, dass der Kunde warten gelassen wird, um angeblich mit einem Mitarbeiter verbunden zu werden, der dann doch wieder ein Automat ist, wie wiederkehrende Phrasen verraten.

Zu meiner technischen Ausstattung: Ich habe 3 DECT-Telefone an einer FritzBox 7590, ein ISDN-Telefon und ein SIP-Telefon Yealink T46S; letzteres meldet die Warnung: No service“ – ping tel.t-online.de kann DSN-mäßig nicht aufgelöst werden. Vorher hatte das Telefon mit dieser Einstellung Monate lang funktioniert. Im Grunde habe ich eine harmlose Konfigurationsfrage.

Telekom: „Guten Abend Martin Lemke und willkommen bei Frag Magenta – Ihrem digitalen Assistenten. Wir unterstützen Sie gern dabei, Ihren Anschluss wieder ans Laufen zu bekommen. Beschreiben Sie die Störung an Ihrem Anschluss einfach in einem kurzen Satz.“

ML: „Mein SIP-Telefon funktioniert nicht mehr: no service. tel.t-online.de nicht erreichbar.“

Telekom: „Dann lassen Sie uns gemeinsam schauen, wie wir Ihr Telefon wieder ans Laufen bekommen. Können Sie gar nicht mehr telefonieren oder bricht es ab?“

ML: „Es kommt keine Verbindung zustande.“

Telekom: „Dann lassen Sie uns gemeinsam schauen, wie wir Ihren Anschluss wieder ans Laufen bekommen. Wir müssen erst einmal ausschließen, dass das Problem in der Leitung liegt. Bitte geben Sie mir dazu erst einmal Ihre Festnetz-Rufnummer mit Vorwahl (z.B. “030123456789”).“

ML: „0xxxxxx“

Telekom: „Ich prüfe nun Ihren Anschluss.“

ML: „Die über DECT/Fritzbox angeschlossen Telefone funktionieren. Nur das SIP-Telefon nicht.“

Telekom: „Kleinen Moment – es dauert noch ein oder zwei Minütchen. Oder wollen Sie den Prozess abbrechen?“

ML: „Nein.“

Telekom: „Es gibt ein Ergebnis: In Ihrer Umgebung liegt keine Störung vor. Daher schlage ich vor, Ihre Leitung einmal neu zu starten. Dies kann einen Moment dauern. Ist das für Sie in Ordnung?“

ML: „Nein.“

Telekom: „Okay. Dann empfehle ich Ihnen, die Einstellung selbst zu ändern. Es klingt vielleicht simpel, hilft nach unserer Erfahrung aber oft schon weiter: Haben Sie Ihren Router in den letzten 48 Stunden einmal neu gestartet? Wenn nicht, lassen Sie uns das bitte einmal ausprobieren.“

ML: „Sie ignorieren meine Aussagen!

Telekom: „Bitte sagen Sie das noch einmal mit anderen Worten. Es klingt vielleicht simpel, hilft nach unserer Erfahrung aber oft schon weiter: Haben Sie Ihren Router in den letzten 48 Stunden einmal neu gestartet? Wenn nicht, lassen Sie uns das bitte einmal ausprobieren.“

ML: „tel.t-online.de ist nicht erreichbar.“

Telekom: „Dann lassen Sie uns gemeinsam schauen, wie wir Ihr Telefon wieder ans Laufen bekommen. Können Sie gar nicht mehr telefonieren oder bricht es ab?“

ML: „Sie wiederholen die Fragen von vorhin.“

Telekom: „Kein Problem! Dann lassen Sie uns gemeinsam schauen, wie wir Ihr Telefon wieder ans Laufen bekommen. Können Sie gar nicht mehr telefonieren oder bricht es ab?“

ML: „Sie stehlen mir meine Zeit“

Telekom: „Bitte sagen Sie das noch einmal mit anderen Worten. Können Sie gar nicht mehr telefonieren oder bricht es ab?“

ML: „tel.t-onine.de“

Telekom: „Dann lassen Sie uns gemeinsam schauen, wie wir Ihr Telefon wieder ans Laufen bekommen. Können Sie gar nicht mehr telefonieren oder bricht es ab?“

ML: „Sie stehlen mir meine Zeit.“

Telekom: „Es tut mir leid, dass ich noch nicht die richtige Antwort gefunden habe. Möchten Sie es nochmal versuchen oder möchten Sie lieber mit einem Kundenberater sprechen?“

ML: „Weiterleitung Kundenberater“ (Auswahl aus Vorgaben)

Telekom: „Ich schaue für Sie direkt nach dem passenden Mitarbeiter. Vorher brauche ich nur noch ein paar kurze Infos.

Bei Chats mit Mitarbeitern müssen wir noch weitere Vorgaben zum Datenschutz beachten. Diese können Sie unter dem Link unten nachlesen.“

Einblendung: Datenschutzhinweis

Telekom: „Bitte bestätigen Sie mir kurz, dass Sie diesen Vorgaben zustimmen.“

ML: „Ich stimme zu“ (Auswahl aus Vorgaben)

Telekom: „Danke. Dann klären wir als Nächstes die Punkte, die für unseren Mitarbeiter wichtig sind. Geht es bei Ihrem Anliegen um Ihren Festnetz-Anschluss zuhause oder um Mobilfunk?“

ML: „Festnetz“ (Auswahl aus Vorgaben)

Hinweis Telekom: „Sie werden mit einem Mitarbeiter verbunden. Bitte halten Sie Ihre Kundennummer bereit. Sobald ein Mitarbeiter bereit ist, kümmert er sich persönlich um Ihr Anliegen.“

Meldung Telekom: „Sie chatten jetzt mit Sabrina B.“

ML [20:28]: „Mein SIP-Telefon kann tel.t-online.de nicht erreichen“

Telekom Sabrina B. [20:30]: „Hallo und herzlich willkommen beim Telekom Service. Mein Name ist Sabrina und ich freue mich Sie heute beraten zu dürfen. Ich schaue mir gerne direkt an, welches Anliegen Sie haben.  Ich schaue mir das sehr gerne für Sie an. Um direkt starten zu können, benötige ich bitte von Ihnen die Kundennummer/Zugangsnummer, den Namen des Anschlussinhabers und das Geburtsdatum.“

ML [20:31]: „Kundennummer: xxxxxx, Martin lemke, xxxxxxx“.

Telekom Sabrina B. [20:32] „dankeschön. Dazu leite ich Sie sofort an unsere Technikspezialisten weiter. Meine Kollegen sehen den bisherigen Chat. Nach der Weiterleitung kann es zu längeren Wartezeiten kommen, bis ein neuer Kollege dem Chat wieder beitritt. Ist Ihnen die Wartezeit zu lang, können Sie gerne Ihre Anfrage auch unter www.telekom.de/stoerung an uns richten oder Sie können unter www.telekom.de/kontakt/rueckrufservice – über den Rückrufservice – einen Spezialisten reservieren.“

Meldung Telekom: Sabrina B. hat den Chat verlassen. Nach etwas Wartezeit: Sie chatten jetzt mit Anasthasia R.

Telekom Anasthasia R. [20:44] „Guten Tag, mein Name ist Anastasija R vom technischen Kundenservice aus dem Standort Rostock,da ich neu bin, könnte es etwas länger dauern, deshalb bitte ich Sie um Ihr Verständnis. Ich lese mir kurz den verlauf durch :)“

ML: „OK“

Telekom-Meldung: Chat beendet

Telekom: „Wie hat Ihnen der Chat mit unserem Kundenberater gefallen? Unter dem Link können Sie uns Ihr Feedback für unseren Mitarbeiter geben. Und mit der Grafik unten können Sie den kompletten Dialog in Frag Magenta bewerten. Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für uns nehmen.“

ML: „Minus 10 für den Chat mit der KI-Maschine davor“

Telekom: „Vielen Dank für Ihr Feedback. Und wenn Sie gerne mit uns die Telekom von morgen gestalten möchten – jetzt in der Telekom Ideenschmiede.“

ML: „Ich möchte keine Ideen schmieden, sondern wissen, wie ich mein SIP-Telefon einstellen muss. tel.t-online.de ist nicht mehr erreichbar; plötzlich funktioniert das Telefon nicht mehr.“

Telekom: „Ich finde zwei Themenbereiche, in die Ihre Äußerung passt. Welchem Thema würden Sie Ihr Anliegen zuordnen?“

ML: „Hilfe bei Störungen“ (Auswahl aus Vorgaben)

Telekom: „Damit ich Ihnen schnell weiterhelfen kann: Was genau funktioniert denn an Ihrem Anschluss nicht?“

ML: „Telefon“ (Auswahl aus Vorgaben)

Telekom: „Dann lassen Sie uns gemeinsam schauen, wie wir Ihr Telefon wieder ans Laufen bekommen. Können Sie gar nicht mehr telefonieren oder bricht es ab?“

ML: „Meine DECT-Telefone sind davon nicht betroffen. Ich denke, Sie haben den Verlauf gelesen!? Das habe ich mehrfach beantwortet.“

Telekom: „Möchten Sie beim Thema Hilfe bei Störungen bleiben oder zum Bereich Konfiguration und Technik wechseln?“

ML: „Konfiguration und Technik“ (Auswahl aus Vorgaben)

Telekom: „Ihr Speedport beinhaltet eine DECT-Funktion. Mit dieser dient er als Basisstation für Ihr DECT-Telefon. Um die Reichweite des DECT-Signals zu erweitern, können Sie einen sogenannten DECT-Repeater einsetzen. Dieser verdoppelt die Reichweite und Sie können Ihr Mobilteil einfach über größere Entfernungen mit dem Router verbinden. Ein Hinweis: Der von uns vertriebene Wantec DECT Repeater 5650 ist nicht mit den Speedport Modellen Smart 3 und Pro kompatibel.“

Einblendung: DECT-Repeater Kauf

Telekom: „Möchten Sie Schritt für Schritt erfahren, wie Sie Ihren Speedport mit Ihrem DECT-Telefon verbinden?“

ML: „Ich habe kein Speedport und wie gesagt, die DECT-Telefone funktionieren!“

Telekom: „Hat Ihnen meine Antwort geholfen?“

ML: „Nein, brauche weitere Hilfe dazu“ (Auswahl aus Vorgaben)

Telekom: „Schade, dass ich Ihnen nicht helfen konnte. Am besten gebe ich Sie jetzt an einen unserer Kundenberater weiter. Bei Chats mit Mitarbeitern müssen wir noch weitere Vorgaben zum Datenschutz beachten. Diese können Sie unter dem Link unten nachlesen.“

Einblendung Datenschutzbedingungen

ML: „Ich stimme zu“ (Auswahl aus Vorgaben)

Telekom: „Danke“

Einblendung: Chat wird gestartet

Einblendung: „Sie werden mit einem unserer Mitarbeiter verbunden. Bitte halten Sie Ihre Kundennummer bereit. Es kommt derzeit zu Wartezeiten. Unser Mitarbeiter ist schnellstmöglich persönlich für Sie da.“

ML: „Mir wurde gesagt, Sie seien eine technische Kundenberaterin. Anscheinend ist hier alles Fake und niemand liest was ich schreibe.“

Telekom: „Wenn Sie möchten, rufen wir Sie an. Das können Sie mit ein paar Klicks veranlassen. Möchten Sie unseren Rückrufservice nutzen?“

ML: „Ja“

Telekom: „Dann brauche ich bitte erst einmal die Telekom-Rufnummer, zu der Sie ein Anliegen haben. Nennen Sie mir die Rufnummer bitte ohne die Vorwahl von Deutschland.“

ML: „Die Nummer steht im Chat: 0xxxxxx“

Telekom: „Zur Sicherheit wiederhole ich das nochmal: Es geht um die Rufnummer 0xxxxxx, ist das richtig?“

ML: „Ja“

Telekom: „Alles klar! Geht es um eine Störung?“

ML: „Nein“

Telekom: „Leider gibt es aktuell ein technisches Problem. Probieren Sie es daher am besten später nochmal oder rufen Sie vielleicht lieber selbst beim Kundenservice an. Darf ich Ihnen die Telefonnummer durchgeben?“

ML: „Können Sie nicht einfach sagen, warum tel.t-online.de nicht erreichbar ist?“

Telekom: „Ok. Tut mir wirklich leid, dass es gerade nicht funktioniert, einen Rückruf einzurichten.“

ML: „Dafür bin ich doch gern fast eine Stunde im Chat um mit Maschinen zu chatten, die nicht lesen können, was ich schreibe.“

Telekom: „Okay. Ich schaue für Sie direkt nach dem passenden Mitarbeiter. Vorher brauche ich nur noch ein paar kurze Infos. Bei Chats mit Mitarbeitern müssen wir noch weitere Vorgaben zum Datenschutz beachten. Diese können Sie unter dem Link unten nachlesen.“

Einblendung: Datenschutzbestimmungen

Telekom: „Bitte bestätigen Sie mir kurz, dass Sie diesen Vorgaben zustimmen.“

ML: „Ich will nicht chatten“ (Auswahl aus Vorgaben)

Telekom: „Kein Problem. Wenn Sie möchten, rufen wir Sie an. Das können Sie mit ein paar Klicks veranlassen. Möchten Sie unseren Rückrufservice nutzen?“

ML: „Ja“

Telekom: „Dann brauche ich bitte erst einmal die Telekom-Rufnummer, zu der Sie ein Anliegen haben. Nennen Sie mir die Rufnummer bitte ohne die Vorwahl von Deutschland.“

ML: „0xxxxxx“

Telekom: „Zur Sicherheit wiederhole ich das nochmal: Es geht um die Rufnummer 0xxxxxx, ist das richtig?“

ML: „Ja“

Telekom: „Alles klar! Geht es um eine Störung?“

ML diesmal: „Ja“

Telekom: „Leider gibt es aktuell ein technisches Problem.

Probieren Sie es daher am besten später nochmal oder rufen Sie vielleicht lieber selbst beim Kundenservice an. Darf ich Ihnen die Telefonnummer durchgeben?“

ML: „Ja“

Telekom: „Da Sie eine Frage zu Ihrer Festnetz-Nummer haben, lautet die entsprechende Rufnummer 0800 33 01000. Tschüß und vielleicht bis bald.“

ML: „Gern! Dafür bin ich doch gern fast eine Stunde im Chat um mit Maschinen zu chatten, die nicht lesen können, was ich schreibe.“

Telekom: „Ich bin nicht sicher, was Sie genau meinen. Was kann ich noch für Sie tun?“

ML: „Dafür bin ich doch gern fast eine Stunde im Chat um mit Maschinen zu chatten, die nicht lesen können, was ich schreibe.“ (Phrasen wiederholen kann ich auch!)

Telekom: „Ich habe das leider immer noch nicht verstanden. Daher sprechen Sie am besten mit einem unserer Kundenberater. Ich schaue für Sie direkt nach dem passenden Mitarbeiter. Vorher brauche ich nur noch ein paar kurze Infos. Bei Chats mit Mitarbeitern müssen wir noch weitere Vorgaben zum Datenschutz beachten. Diese können Sie unter dem Link unten nachlesen.“

Einblendung Datenschutzhinweise

Telekom: „Bitte bestätigen Sie mir kurz, dass Sie diesen Vorgaben zustimmen.“

ML: „Ich stimme zu“ (Auswahl aus Vorgaben)

Telekom: „Gut. Dann brauchen wir eine andere Lösung, damit Sie mit einem Mitarbeiter sprechen können. Wenn Sie möchten, rufen wir Sie an. Das können Sie mit ein paar Klicks veranlassen. Möchten Sie unseren Rückrufservice nutzen?“

ML: „Ja“

Telekom: „Dann brauche ich bitte erst einmal die Telekom-Rufnummer, zu der Sie ein Anliegen haben. Nennen Sie mir die Rufnummer bitte ohne die Vorwahl von Deutschland.“

ML: „Gern! Dafür bin ich doch gern fast eine Stunde im Chat um mit Maschinen zu chatten, die nicht lesen können, was ich schreibe.“

Telekom: „Wenn sich Ihr Anliegen auf keine Telefonnummer bezieht, kann ich leider keinen Rückruf für Sie einrichten. Ich gebe Ihnen aber gern den Link, unter dem Sie andere Kontaktmöglichkeiten zu uns finden.“

Einblendung: So erreichen Sie uns – Verbindung von der Telekom beendet.

Telekom: Der 0 €-Trick

Mehrkosten für 0 €

100 Fernsehprogramme für 0,00 € hinzu buchen, klingt das nicht attraktiv?

Nur ändert sich dann unten das grau gedruckte! Ohne TVBasic kostet es ab dem 7. Monat 39,95 €/Monat, mit TVBasic, ab dem 25. Monat 44,95 € und zusätzlich jeden Monat 4,95 für einen Media-Receiver. Kurzum: Mit TVBasic kostet es 24,90 € im Monat und ab dem 7. Monat 44,90 € und ab dem 25. Monat 49,90 €/Monat.

Diese Preisangaben sind höchst intransparent.

Amazon ist nicht immer billig: Preisvergleich Aktenvernichter

Nicht angezeigt: Angebot bei Amazon Leitz für fast 90 €

„Amazon’s Choice“ (Amazons Wahl) suggeriert, dass es sich hier um ein besonders gutes Angebot handelt. Da die Eigenschaften eines bestimmten Produktes bei allen unterschiedlichen Anbietern identisch sind, kann es hier nur um den Preis gehen.

AnbieterPreisVersandSumme
Büro-Shop24 (Idealo)75,89 €2,99 €78,88 €
Böttcher AG79,92 €2,99 €82,91 €
Amazon’s Choice89,67 €kostenlos89,67 €
Amazon gesponsert95,99 €kostenlos95,99 €
Media Markt95,99 €kostenlos95,99 €

Wenn man Preise vergleicht, kann man auch bei seriösen Händlern günstiger einkaufen

Ebay: Mindestgebot nicht erreicht

 

Mit diesem „Feature“ fährt Ebay seine Versteigerungsplattform an die Wand! Der Verkäufer kann beim Einstellen seines Angebots einen Mindestpreis festlegen, welcher nicht angezeigt wird.

Interessenten verschwenden damit ihre Zeit mit der Abgabe von Geboten, weil eine Versteigerung ja bisher implizierte, dass man das Objekt des Interesses zu einem günstigen Kurs bekommen könne. Wenn im Falle des Artikelfotos gleich der Wunschpreis des Verkäufers von stattlichen 3100 € da gestanden hätte (das höchste Gebot lag am Endemit 1.827,17 € weit darunter), welcher der Bieter, die sich chancenlos Hoffnung gemacht haben, hätte da noch geboten? Fazit: Die Bieter haben mit dem betreffenden Angebot ihre Zeit vergeudet.

Aus Sicht der Verkäufers eliminiert dies sein Risiko, unter Wert verkaufen zu müssen. Aus Sicht des Interessenten lässt sich eine Auktion nicht mehr von einem Festpreis- oder Mindestpreisangebot unterscheiden, mit dem Unterschied, dass er den Mindestpreis nicht kennt und viel Zeit aufwenden muss, um ihn zu erfahren. Warum unter solchen Umständen überhaupt noch bieten?

Der Umstand, dass dem Verkäufer durch den geplatzten Verkauf Kosten entstehen, ohne etwas verkauft zu haben, kann den unter umständen vielen potentiellen Käufern auch kein wirklicher Trost sein. Nur Ebay macht damit ein Geschäft.

Ich bin gespannt, wie lange es dauert, bis Ebay dieses „Feature“ wieder zurück nimmt. Wenn es sich größere Beliebtheit bei den Versteigerern erfreut, wird Ebay damit zu einer reinen Verkaufsplattform unter vielen gepaart mit besonders schlechten Konditionen für die Käufer, welche eine Woche warten müssen, bis sie den wahren (Mindest-) Preis erfahren.

Saufen wie ein Russe

Vodka Jelzin und Gorbatschow

Der Spirituosenkonsum der Russen ist legendär; dort trinkt man Vodka (rus. водка) aus Gläsern, welche solchen gleichen, aus denen man bei uns Milch oder Saft trinkt. Man nennt es anscheinend auch "russisches Mineralwasser", wenn man Stupidedia glauben kann. So haben die Werbestrategen der Alkoholindustrie russische Präsidenten unlängst als Marken entdeckt. Es begann mit Gorbatschow und ich meine mich zu erinnern, dass der echte Gorbatschow sich negativ dazu äußerte, dass ausgerechnet ein Vodka nach ihm benannt wurde, da der übermäßige Alkoholkonsum dem russischen Volk sehr schade. Nichts desto trotz steht neben drei Sorten Vodka Gorbatschow links noch eine Flasche Jelzin-Vodka bei Edeka im Verkaufsregal (Bild oben).

Nun entdeckte ich im Lidl-Markt einen ganzen Karton-Berg Vodka Putinoff (Bild unten). Putin allein wäre als Name wohl zu kurz gewesen. Es gibt anscheinend auch einen Vodka namens Putinka.

Vodka Putinow

Digitaloszilloskop Peaktek 1265 = Owon SDS5032E?

Durch Zufall fiel mir gerade auf, dass das Oszilloskop PEAKTECH 1265 der Hausmarke 'Peaktek' des Elektronikversandhandels Reicheld.de im Aussehen stark der Modellpalette des chinesischen Herstellers Owon aus Hongkong ähneln (Modell Owon SDS5032E). Dies war mir Anlass, die Bedienungsanleitungen zu vergleichen. Ergebnis: Die Anleitungen waren in Aufbau und Bebilderung weitgehend identisch. Auch der Optionale Akku (99 € bei Reichelt, 62 € bei Fa. Batronix) stimmt mit den Werten 7,4 V/8000 mA überein.

Fazit: PEAKTECH 1265 = Owon SDS5032E.

Tipp: Wer ein preiswertes Digitaloszilloskop sucht, sollte sich die Modellpalette von Owon ansehen. Ebenso könnten auch Modelle des chinesischen Herstellers Rigol interessant sein. Owon und Rigol gibt es bei Firma Batronix in Schwentinetal bei Kiel. Die Peaktek-Palette spiegelt diese Modellpalette nicht in seiner ganzen Breite wider.

Nissin, Unterschied zwischen den Modellen MG8000 und Di866 Mark II

In den hauptsächlichen technischen Daten besteht zwischen beiden Modellen kein Unterschied. Auffällig sind zuerst die offensichtlichen äußeren physikalischen Unterschiede (neben dem Preis – das MG8000 kostet knapp 140 € mehr). 

Modell Abmessungen Gewicht (ohne Batt.)
MG8000 78x148x127 mm 416 g
Di866 Mark II 74x134x110 mm 370 g

Diese Unterschiede haben ihren Grund im wirksameren Schutz gegen Überhitzung:

Aus der Bedienanleitung

Normalbetrieb

MG8000: Hier kein entsprechender Hinweis.

Di866 Mark II: Das Gerät wird automatisch abgeschaltet, wenn über 20 bis 30 Blitze in Folge abgegeben werden, um die Elektronik vor Überhitzung zu schützen. Nach 15 Minuten Pause schaltet sich der Di866 Mark II wieder ein.

Stroboskop-Betrieb

MG8000: Nach 200 Aufnahmen 7 Sekunden Pause machen.

Di866 Mark II: Nach 10 Aufnahmen 15 Minuten Pause machen.

Wer, wenn überhaupt, kaum Gebrauch von Stroboskopblitzen macht, kann mit dem deutlich billigeren Di866 Mark II auf seine Kosten kommen.

Preisstand der Recherche (Januar 2014): MG8000 340 €, Di866 Mark II 200 €.