Nikon Capture NX2 unterstützt nicht das 14 Bit-RAW-Format der D810

Die Produktpolitik von Nikon soll einer verstehen. – Ich kann das nicht nachvollziehen.

Nikon gibt an, das RAW-Format könnet mit der kostenlosen Nikon-Software NX-D entwickelt werden. Allerdings beherrscht NX-D nicht die U-Poin-Technologie. Das heißt, NX-D fehlt der wesentliche Mehrwert, den NX2 hat. Die U-Point-Technologie hat Nikon inzwischen an Google verkauft.

Zum Glück steht NX2 in meinem Workflow nicht an erster Stelle. Ich entwickle mit DxO 10 elite, stacke dann mit Helcon Focus und zum Schluss erst kommt Capture-NX2, um vor allem Farbränder, die bei mikroskopischen Aufnahmen unvermeidlich sind, zu beseitigen. Genau dafür ist die U-Point-Technologie das ideale Werkzeug und ist darum für mich unverzichtbar. Ich wüsste nicht, warum ich weiter Nikon-Software überhaupt anschauen sollte.


Quellen:

 

Ohne WLAN-Adapter – Nikons Netzwerkadapter UT-1

Ich hatte mich sehr darauf gefreut, dass es zu meiner Nikon einen preiswerten Netzwerkadapter gibt (WU-1a), aber es folgte die Ernüchterung. Dieser Adapter gibt mir nicht die Möglichkeit, Fotos direkt auf mein NAS-Laufwerk zu überspielen. Der WU-1a ist ausschließlich als Bindeglied zum Smartphone konzipiert. Bis dato verwendete ich die SD-Karte mit integriertem WLAN (EyeFi Pro), aber ich war unzufrieden damit, da die Software immer wieder hing. Ich wollte eine robuste Lösung. Diese fand ich im Netzwerkadapter UT-1.

Im Normalfall habe ich kein Problem damit, die SD-Karte aus der Kamera zu nehmen und die Aufnahen in den Laptop und von dort auf das NAS-Laufwerk zu laden. Ich fotografiere aber auch viel am Mikroskop und da fallen im Rahmen des Stackingverfahrens sehr viele Bilder an, welche in Verzeichnisse gruppiert werden müssen (bis zu ein paar hundert am Tag). Die Arbeit am Mikroskop erfodert viel Konzentration, da sind Zwangspausen zum Übertragen der Bilder alles andere als willkommen.

Der UT-1 ist in folgender Weise in mein System eingebunden:

Anschluss-Schena UT-1

Von der DSLR mit USB mit dem UT-1 verbunden. Von dort führt ein RJ45 Netzwerkkabel zum Router. Über den Router geht die Verbindung direkt zum NAS, wo die Bilder über eine passwortgeschützte FTP-Verbindung überspielt werden. Die entsprechende Konfiguration wird über die Kamera eingerichtet.

Per WLAN kann ich nun mit dem Laptop auf das NAS zugreifen und die Bilder bearbeiten. Da ich das UT-1 nur in Verbindung mit der Fotografie am Mikroskop benötige, komme ich prima ohne einen WLAN-Adapter WT-5 aus, den man optional an den UT-1 anschließen kann; dieser kostet ca. 670 € und steht in seinem Anschaffungspreis in keinem vernünftigen Verhältnis zu seinem Nutzen. Das Mikroskop steht an einem festen Arbeitsplatz und den UT-1 habe ich direkt dahinter an ein Regal montiert. Es reicht ein normales RJ45-Netzwerkkabel, um die Verbindung zum Router herzustellen. Ab dem Router gibt es sowieso WLAN.

Was man noch über den UT-1 wissen sollte: Er benötigt einen originalen Nikon-Akku. Mit meinen einwandfrei mit den Nikon-Kameras verwendbaren No Name-Akkus Marke Pantona arbeitet der UT-1 nicht. Warum auch immer. Er schaltet sich auch nicht automatisch aus, wenn alle Daten übertragen sind. Er geht von selber aus, wenn der Akku leer ist. Ich denke, da könnte Nikon noch einiges verbessern.

Der UT-1 kostet derzeit bei Amazon 270 € (Recherche Januar 2014).

Welchen Blitz kaufen? Nikon SB 910 oder Nissin Di866 Mark II?

Fragestellungen zu einer Kaufentscheidung

Wer sich eine solche Frage stellt, versucht meist zuerst Testberichte zu finden (heutzutage in erster Linie im World wide web). Der schnelle Leser schaut einfach nur darauf, welches Gerät Testsieger wurde, doch damit ist Vorsicht geboten! Kein publizierter Test kann die Anforderungsprofile aller potentiellen Nutzer berücksichtigen.

Zuerst studiert man die Angebote, welche in den eigenen Finanzrahmen passen und schaut anschließend, was diese Geräte bieten. Wenn man sich dann für eine Geräteklasse entschieden hat, schaut man sich unterschiedliche Modelle an. Sofern man nicht auf den Kamerahersteller fixiert ist, bezieht man vergleichbare Modelle von Drittanbietern ein (wie hier).

An dieser Stelle sei dringend empfohlen, die Möglichkeit wahrzunehmen, jeweils auf der Website des Herstellers die Bedienungsanleitung der favorisierten Modelle runter zu laden, denn die Testsberichte und Vergleichsseiten im Internet basieren oft auf nur sehr oberflächlichen Informationen.

Für Nikon Spiegelreflexkameras kommen nur Geräte in Betracht, die das Creative Lighting System (CLS), also iTTL, und die Fotomodi der Kamera unterstützen. Das können auch die Geräte der Dritthersteller. Ich hatte mir anfangs Nikon SB 910, Nissin Di866 Mark II und Metz Mecablitz 58 AF-2 digital angeschaut.

Bedienkonzept

Das Metz-Modell war bei mir aufgrund der Bedienelemente schnell aus dem Rennen, denn damit muss man ja arbeiten. Darum ist dieser Aspekt sehr wichtig und der kann nur individuell beantwortet werden. Am besten gefält mir hier das Nikon-Modell. Ein einfacher Umschalter zwischen Master- und Slavebetrieb (anderes habe ich eigentlich nie am Blitzgerät zu schalten). Bei meinem alten Nikon SB-600 musste man dafür immer zwei Knöpfe gleichzeitig drücken, welche, konnte ich mir nie merken, was die Kosequenz hatte, dass ich fast jedes Mal vorher in die Bedienanleitung schauen musste. Beim Di866 muss man dafür in ein Menü, aber das ist übersichtlich und auch intuitiv leicht zu finden; kurz: Diese Lösung ist auch OK, wenn auch nicht bestens. Zumindest nicht relevant für eine Kaufentscheidung.

Ausstattungsmerkmale

Im Test der Computerzeitung Chip (Link zum Test) wurde der SB-910 als besser ausgestattet als der Di866 Mark II eingestuft. Ganz ehrlich, das verstehe ich überhaupt nicht! Sowohl das Modell von Metz, als auch das von Nissin verfügen über einen zusätzlichen frontalen Aufhellblitz zur Unterstützung beim indirekten Blitzen, nur der SB-910 nicht. Für mich ist genau dies einkaufentscheidendes Merkmal! Gegen diesen Unterschied kann die Dreingabe zweier Farbfilter und eines Diffusors (Nikon SB-910) nicht konkurrieren.

Die Hauptmerkmale sind ähnlich, aber die Einzelangaben aufgrund unterschiedlicher Strukturen der Anleitungen nur bedingt vergleichbar. So wird für das Nissin die Farbtemperatur 5600 K und eine maximale Blitzenergie von 83 Ws angegeben, wärend Nikon dazu gar keine Angaben macht. Die Möglichkeit, externe Batterie/Akku-Powerpacks anzuschließen, bieten beide Modelle.

Informationsquellen

Nikon Blitze: nikon.de

Nissin Blitze: nissindigital.com

Metz Blitze: metz.de

Nissin, Unterschied zwischen den Modellen MG8000 und Di866 Mark II

In den hauptsächlichen technischen Daten besteht zwischen beiden Modellen kein Unterschied. Auffällig sind zuerst die offensichtlichen äußeren physikalischen Unterschiede (neben dem Preis – das MG8000 kostet knapp 140 € mehr). 

Modell Abmessungen Gewicht (ohne Batt.)
MG8000 78x148x127 mm 416 g
Di866 Mark II 74x134x110 mm 370 g

Diese Unterschiede haben ihren Grund im wirksameren Schutz gegen Überhitzung:

Aus der Bedienanleitung

Normalbetrieb

MG8000: Hier kein entsprechender Hinweis.

Di866 Mark II: Das Gerät wird automatisch abgeschaltet, wenn über 20 bis 30 Blitze in Folge abgegeben werden, um die Elektronik vor Überhitzung zu schützen. Nach 15 Minuten Pause schaltet sich der Di866 Mark II wieder ein.

Stroboskop-Betrieb

MG8000: Nach 200 Aufnahmen 7 Sekunden Pause machen.

Di866 Mark II: Nach 10 Aufnahmen 15 Minuten Pause machen.

Wer, wenn überhaupt, kaum Gebrauch von Stroboskopblitzen macht, kann mit dem deutlich billigeren Di866 Mark II auf seine Kosten kommen.

Preisstand der Recherche (Januar 2014): MG8000 340 €, Di866 Mark II 200 €.