Big Brother greift an

Android Kitkat

Datenschutz ist anscheinend eine europäische Erfindung, die dem Ami (-Konzern) vollkommen fremd ist. Mit den Neuerungen im Handy-Betriebssystem Android 4.4.2 (alias "Kitkat") wird der Datenschutz seiner Benutzer zunehmend ausgehöhlt. Es ist Zeit, das Thema Datenschutz in den Vordergrund zu stellen.

Mit dem Relaese von Android 4.4.2 wird nicht nur alles noch bunter und hübscher, sondern die Datensicherheit der Benutzer wird zunehmend reduziert. Als David gegen Goliath (Google) entwickelte Mozilla in Zusammenarbeit mit der Telekom ein Sicherheitstool, zur Kontrolle der Rechte der verwendeten Apps auf dem alternativen Handybetriebssystem Firefox OS. Zugleich wird eine entsprechende App unter Android 4.4.2 entfernt, wie Marco Kraus auf Technologie Junkies schreibt; auf ZDNet war das selbe zu lesen. Damit sind die einander diametral entgegen stehenden Wege dieser beiden Handy-Betriebssysteme aufgezeigt.

Das Produkt Google+, welches Facebook Konkurrenz machen sollte, dümpelt in seinen Marktanteilen den Erwartungen des Google-Konzerns hinterher. Um dies zu ändern, ist nun seit November 2013 ein Google+-Account notwendig, um auf der zu Google gehörenden Plattform Youtube etwas kommentieren zu können. Will man auf Youtube ein Video hoch laden, wird automatisch ein Googe+-Account angelegt, wenn man noch keinen besitzt. Ich werde darum bei Youtube überhaupt nichts mehr hoch laden.

Ich freue mich nun auf mein Firefox OS-Smartphone, das ich mir bestellt habe. Googles Datenhunger muss man ja nicht gottgegeben hin nehmen. Dass Google, Facebook, Microsoft und Apple der NSA zuarbeiten, ist hinreichend bekannt (zeit.de). Da wundert es einen natürlich auch nicht, dass Google versucht, die Andoid-Nutzer dazu zu zwingen Googles Couds zu nutzen indem der Zugriff auf die eingelegte SD-Karte eingeschränkt wird (teltarif.de). Es ist überdeutlich ersichtlich, wohin Google die Entwicklung manipulieren will.

Aber in Europa regt sich Widerstand. Niemand ist gezwungen, Android zu nutzen. Und es werden Strategien wie Schengen-Net diskutiert (welt.de). Das ist vielleicht noch nicht die endgültgige Lösung, aber es ist sicher ein Gewinn, dass diese Diskussion überhaupt stattfindet.

Posted under: Datenschutz, Internet, Rechnerwelt

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