Bausenator verkündet weitere Duldung des Gehwegparkens

Verkehrte Welt irgendwie. Wenn der Innensenator das Parken auf dem Gehweg nicht länger dulden will, kommt der Bausenator und postuliert auf einer SPD-Veranstaltung, dass das Parken auf dem Gehweg weiter geduldet wird (Link). Und alles ohne Not.

Erst am Donnerstag, den 09.02.2014 hatte die Feuerwehr in einer gemeinsamen Presseerklärung mit dem Verkehrs- und Ordnungsdienst erläutert, dass es ihr nicht ausreiche, durch die Straßen nur durchfahren zu können. Sie benötige auch Raum zum Ausfahren der Stützen für die Drehleiter, sowie Platz für Rettungsmaßnahmen (z. B. Reanimation) auf dem Gehweg. Das alles ist anscheinend nun nicht mehr wichtig.

Am Montag steckte der Müllwagen geschlagene zwei Stunden in der Attendornstraße fest, weil er wegen der eingeengten Fahrbahn weder vor noch zurück konnte. Dienstag Mittag erst hatte ich durchgezählt, wie viele freie Parkplätze innerhalb von nur 10 Gehminuten in der Umgebung frei sind. 179 waren es (konkrete Zählergebnisse am Ende des Artikels zur Fallstudie Bewohnerparkrecht). In der selben Zeit parkten nicht mehr als 172 Fahrzeuge im Viertel Falkenwiese auf Gehwegen. Die hätten also alle in zumutbarer Entfernung StVO-konform parken können, ohne dabei das Angebot an freien Parkplätzen vollständig auszuschöpfen.

Die Bürgerinitiative nennt Bodens Zusage pragmatisch. Ich hingegen finde eine solche Zusage unsinnig und schädlich. Schade, dass ich keine Zeit hatte, die Veranstaltung zu besuchen. Ich hätte gern gewusst, warum solche Zusagen gemacht werden. Schließlich ist die Verwaltung an Recht und Gesetz gebunden.

Man kann nur hoffen, dass der Innensenator sich nicht vom Bausenator bevormunden lässt.

Gehwegparken trotz freien Parkraumes

Im Quartier wurde Dienstag Mittag auf dem Gehweg geparkt, obwohl reguläre Parkplätze in unmittelbarer Nähe (gleich gegenüber) frei waren. Gewohnheitsrecht? Dürfen sich jetzt Autofahrer anderer Viertel, die vielleicht nicht so komfortabel mit nahen Parkplätzen ausgestattet sind (z. B. Billrothstraße oder innerhalb der Altstadt), auf diese Regelung berufen? Immerhin gilt ja der Gleichheitsgrundsatz.

Leere Parkplätze in der Falkenstraße

Gähnende Leere in der Falkenstraße ab Haltestelle Falkendamm (9 Minuten Gehweg maß ich von hier bis in die Attendornstraße). Ist so ein Weg nicht zumutbar? Dieser Parkraum ist vorhanden und frei. Warum muss im Quartier auf dem Gehweg geparkt werden? Einen Sachzwang sehe ich nicht, sondern lediglich, dass einige der dort wohnenden Autofahrer es so wollen.

Posted under: Autoverkehr, Falkenwiese, Stadtgeschehen Lübeck

Tagged as: , ,

Schreibe einen Kommentar