Wildtier-Cams in Schleswig-Holstein

Um eventuelle Wolfsvorkommen dokumentieren zu können, hat das Wolfszentrum Schleswig-Holstein 114 Wildtier-Cams im Land verteilt installiert. Meist werden jedoch andere Tiere damit erfasst (Dammhirsch, Reh, Feldhasen, Dachse u.s.w.), aber auch ein paar wenige Wölfe.

Mich wundert allerdings, dass in Gebieten, welche als von Wölfen bevölkert bekannt sind, nicht oder nur wenig mit entsprechenden Cams bestückt sind. Andererseits sind entsprechende Kameras im Stadtgebiet von Bordesholm installiert – das soll einer versehen!

Damit niemand unbeabsichtigt in so eine Fotofalle läuft, sind sämtliche Standortadaten Standorte veröffentlicht. Hoffentlich zieht das keine Diebe an. Das Projekt ist interessant und man kann auf der Karte die Standorte mit den Bildern anklicken. Da kriegt man glatt Lust, auch so etwas aufzustellen.

http://www.wildkamera-sh.de/

Wolfszentrum Schleswig-Holstein ab Mai 2015 beim LLUR

In einer Pressemitteilung vom 29.04.2015 teilt das Land mit, dass das bisher im Naturpark angesiedelte Wolfsinfozentrum ab Anfang Mai beim Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) angesiedelt sein wird. Hintergrund sind die zunehmenden Wolfsmeldungen im Land. Im April hat ein aus Sachsen-Anhalt stammender Wolfsrüde bei Rodenbek (Kreis Rendsburg-Eckernförde) 20 Schafe und 32 Lämmer getötet. Rodenbek liegt zwischen dem Westensee und Kiel.

Die Zunahme der Wolfspopulationen bereitet nicht nur Schleswig-Holstein Sorge. Derzeit leben in Deutschland ca. 30 Rudel und zahlreiche Einzelgänger (insgesamt etwa 300 Tiere). Experten rechnen mit einem Zuwachs von 30–40% jährlich. Die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern sucht daher zum Erfahrungsaustausch mit den skandinavischen Nachbarländern eine Konferenz der Ostseeanrainer initiieren.


Quellen: