Nikon UT-1

Ohne WLAN-Adapter – Nikons Netzwerkadapter UT-1

Ich hatte mich sehr darauf gefreut, dass es zu meiner Nikon einen preiswerten Netzwerkadapter gibt (WU-1a), aber es folgte die Ernüchterung. Dieser Adapter gibt mir nicht die Möglichkeit, Fotos direkt auf mein NAS-Laufwerk zu überspielen. Der WU-1a ist ausschließlich als Bindeglied zum Smartphone konzipiert. Bis dato verwendete ich die SD-Karte mit integriertem WLAN (EyeFi Pro), aber ich war unzufrieden damit, da die Software immer wieder hing. Ich wollte eine robuste Lösung. Diese fand ich im Netzwerkadapter UT-1.

Im Normalfall habe ich kein Problem damit, die SD-Karte aus der Kamera zu nehmen und die Aufnahen in den Laptop und von dort auf das NAS-Laufwerk zu laden. Ich fotografiere aber auch viel am Mikroskop und da fallen im Rahmen des Stackingverfahrens sehr viele Bilder an, welche in Verzeichnisse gruppiert werden müssen (bis zu ein paar hundert am Tag). Die Arbeit am Mikroskop erfodert viel Konzentration, da sind Zwangspausen zum Übertragen der Bilder alles andere als willkommen.

Der UT-1 ist in folgender Weise in mein System eingebunden:

Anschluss-Schena UT-1

Von der DSLR mit USB mit dem UT-1 verbunden. Von dort führt ein RJ45 Netzwerkkabel zum Router. Über den Router geht die Verbindung direkt zum NAS, wo die Bilder über eine passwortgeschützte FTP-Verbindung überspielt werden. Die entsprechende Konfiguration wird über die Kamera eingerichtet.

Per WLAN kann ich nun mit dem Laptop auf das NAS zugreifen und die Bilder bearbeiten. Da ich das UT-1 nur in Verbindung mit der Fotografie am Mikroskop benötige, komme ich prima ohne einen WLAN-Adapter WT-5 aus, den man optional an den UT-1 anschließen kann; dieser kostet ca. 670 € und steht in seinem Anschaffungspreis in keinem vernünftigen Verhältnis zu seinem Nutzen. Das Mikroskop steht an einem festen Arbeitsplatz und den UT-1 habe ich direkt dahinter an ein Regal montiert. Es reicht ein normales RJ45-Netzwerkkabel, um die Verbindung zum Router herzustellen. Ab dem Router gibt es sowieso WLAN.

Was man noch über den UT-1 wissen sollte: Er benötigt einen originalen Nikon-Akku. Mit meinen einwandfrei mit den Nikon-Kameras verwendbaren No Name-Akkus Marke Pantona arbeitet der UT-1 nicht. Warum auch immer. Er schaltet sich auch nicht automatisch aus, wenn alle Daten übertragen sind. Er geht von selber aus, wenn der Akku leer ist. Ich denke, da könnte Nikon noch einiges verbessern.

Der UT-1 kostet derzeit bei Amazon 270 € (Recherche Januar 2014).

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