Ideenbörse zur Lösung der Parkprobleme im Quartier Falkenstraße

Attendornstraße im Quartier Falkenstraße

Der Gehweg in der Attendornstraße ist relativ breit.

Ich hatte gestern die Gelegenheit mit verschiedenen Bewohnern des Quartiers zu sprechen. Dabei kamen verschiedene Vorschläge ins Gespräch, die man nicht alle ernst nehmen kann; die meisten schienen mir aber eine Diskussion wert.

Bewohnerparkrecht

Die Frage der Einrichtung eines Bewohnerparkrechtes wurde für dieses Viertel schon vor ein paar Jahren mal diskutiert. Es gibt Anwohner, welche darin eine Lösung sehen, weil viele Nichtbewohner dort parken, um die geringe Parkgebühr der öffentlichen Parkplätze (Kanalstraße) zu vermeiden. Darunter viele, die in der Altstadt arbeiten. Eine Frau berichtete mir, sie hätte damals eine Unterschriftenaktion gegen das Bewohnerparkrecht initiiert, weil sie der Auffassung war, dass ihr einerseits für die damit fällige Gebühr von 30 €/Jahr kein Parkplatz garantiert werden könne und andererseits in dem Viertel sowieso nur die dortigen Bewohner parken (dies halte ich für eine Fehleinschätzung).

Siehe auch: Fallstudie: Bewohnerparkrecht an der Falkenwiese.

Vorschreiben von Parken auf dem Bordstein

Das wäre die schnellste Billiglösung, aber es ist tendenziell sicher eher keine realistische Option, da das Beparken der Bordsteine ja gerade ein Problem darstellt. Allerdings im Quartier Falkenstraße wohl eher nur punktuell. Dort, wo die Gehwegbreite es zu lässt, könnte man es zumindest vorschlagen. Und wenn nur erstmal vorübergehen, bis die Umgestaltung des Viertels realisiert werden kann (das ist der nächste Vorschlag).

Umsetzung des "Verkehrskonzepts Wohnquartier Falkenstraße"

Bereits im November 2010 wurde im Bauausschuss der Hansestadt Lübeck darüber beraten, die Gehwege in dem Viertel auf 150 cm zu verschmälern und damit die Fahrbahn um einen Meter zu verbreitern. Dies würde das beidseitige Parken am Fahrbahnrand ohne Inanspruchnahme des Gehweges ermöglichen. Ich weiß nicht, ob es vorgesehen ist, dieses Konzept umzusetzen. Man kann das Protokoll als PDF herunter laden: Verkehrstkonzept Wohnquartier Falkenstraße (ab Seite 10).

Entfernung des bunten Klettergerüstes an der Falkenstraße zugunsten eines Parkplatzes

Eine ältere Frau argumentierte, an der Falkenwiese sei ja schon ein großer Spielplatz. Dieser Vorschlag brachte mich ob seiner Dreistigkeit zum Lachen. Das kann man wirklich nicht ernst nehmen.

Rückbau der Falkenstraße zwecks Parkraumgewinnung

Von diesem Vorschlag habe ich in den Lübecker Nachrichten (LN) gelesen. Da dies eine der Hauptstraßen Lübecks um die Altstadt herum ist, halte ich diesen Vorschlag für unrealistisch. Zur Rushhour werden die vier Spuren benötigt, um das Verkehrsaufkommen aufzunehmen. Die dort eingerichteten Halteverbote gelten daher nur in einem Zeitfenster bis 19 Uhr. Danach darf dort geparkt werden.

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